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unilogo Universität Stuttgart

Pressemitteilung Nr. 82/1996 vom 28.10.1996

 
 
 

Jahrbuch Wechselwirkungen erschienen:

Erfolge der Gleitzeit und Gefahren von Sonnencremes -
die schwedische Drogenpolitik und "Gap Junctions"

Einen kurzen Ausschnitt aus der Vielfalt der Forschung an der Universität Stuttgart präsentiert das in diesen Tagen erschienene Jahrbuch "Wechselwirkungen". In sieben verständlich geschriebenen und reichlich illustrierten Beiträgen werden auf 75 Seiten Themen aus unterschiedlichen Forschungsbereichen der Universität Stuttgart vorgestellt.

Prof. Dieter Hülser (Biologisches Institut, Abteilung Biophysik) stellt unter dem Titel "Gap Junctions: Kontakte Kanäle von Zelle zu Zelle" vor. Die Untersuchungen zur Funktion und Struktur der Zell-Zell-Kanäle stehen seit Jahren im Mittelpunkt der Abteilung Biophysik. Hierbei wird erforscht, wie das Zusammenspiel der Zellen bei der Informationsverarbeitung von der Wahrnehmung bis zur kognitiven Verarbeitung organisiert ist.

Den Auswirkungen unterschiedlicher Instrumente zur Arbeitszeitflexibilisierung widmet sich Prof. Karl-Friedrich Ackermann (Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Personalmanagement) mit dem Thema "Gleitzeit vs. Festzeit". Das Anwendungspotential der Gleitzeit ist trotz des hohen Verbreitungsgrades selbst in derzeitigen Gleitzeitbetrieben noch nicht voll ausgeschöpft, stellt der Autor fest.

Die philosophischen Vorläufer der Kopernikanischen Wende stellt Dr. Martin Bauer (Abteilung für Philosophie) vor. Im besonderen wird die Naturphilosophie des ausgehenden Mittelalters dargestellt, deren Erkenntnisse aber noch nicht in eine moderne Naturwissenschaft umgesetzt wurden, weil die Stellung des Menschen im Kosmos mehr interessierte als die Erklärung des kosmischen Mechanismus.

Prof. Siegfried Franke (Abteilung für Wirtschaftspolitik und Öffentliches Recht) fragt "Die Drogenpolitik in Schweden - Vorbild oder Rückschritt?" Er stellt Prävention, Therapie und Repression in der Suchtbekämpfung vor und untersucht, ob sich die heutige schwedische Drogenpolitik auf andere europäische Länder übertragen läßt.

"NN - Aus der Werkstatt eines Geodäten" berichten Prof. Erik W. Grafarend und seine Mitarbeiter Johannes Engels, Friedrich Krumm und Margitta Metzner. Jeder kennt die Höhenangabe, etwa 650m NN auf dem höchsten Punkt eines Berges. Aber was genau verbirgt sich hinter NN und mit welchen Verfahren werden diese Angaben ermittelt?

Prof. Gerhard Haider (Leiter der Abteilung Biologie des Instituts für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft) stellt "Fische als Bioindikatoren" vor. Zahlreiche Kriterien werden dargelegt, die dazu führen, daß Fische besonders häufig für alle möglichen Fragen der Wasser- und Gewässerbeurteilung herangezogen werden.

Einen Beitrag zur Bewertung kosmetischer Lichtschutzmittel leisten Prof. Wolfgang Schwack und Dr. Thomas Rudolph (Lehrstuhl für Lebensmittelchemie und Analytische Chemie) mit dem Aufsatz "Photoreaktionen chemischer UVA-Filter". 3500 Tonnen chemischer Substanzen werden jährlich produziert, um die menschliche Haut vor der schädlichen UV-Strahlung zu schützen. Welche Wirkungen auf den Organismus diese Substanzen darüber hinaus haben und welches Gefahrenpotential sie bergen, ist Gegenstand der Arbeit der beiden Autoren.

Interessenten können das aktuelle Heft beim Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Universität Stuttgart (Keplerstr. 7, 70174 Stuttgart, Fax: 0711/121-2188) anfordern.


Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Keplerstraße 7
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Tel. (0711) 121-2297, -2176, -2155; Telefax 121-2188
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