Jahrbuch Wechselwirkungen erschienen:
Erfolge der Gleitzeit und Gefahren von Sonnencremes -
die schwedische Drogenpolitik und "Gap Junctions"
Einen kurzen Ausschnitt aus der Vielfalt der Forschung an der
Universität Stuttgart präsentiert das in diesen Tagen
erschienene Jahrbuch "Wechselwirkungen". In sieben verständlich
geschriebenen und reichlich illustrierten Beiträgen werden
auf 75 Seiten Themen aus unterschiedlichen Forschungsbereichen
der Universität Stuttgart vorgestellt.
Prof. Dieter Hülser (Biologisches Institut, Abteilung Biophysik)
stellt unter dem Titel "Gap Junctions: Kontakte Kanäle
von Zelle zu Zelle" vor. Die Untersuchungen zur Funktion
und Struktur der Zell-Zell-Kanäle stehen seit Jahren im Mittelpunkt
der Abteilung Biophysik. Hierbei wird erforscht, wie das Zusammenspiel
der Zellen bei der Informationsverarbeitung von der Wahrnehmung
bis zur kognitiven Verarbeitung organisiert ist.
Den Auswirkungen unterschiedlicher Instrumente zur Arbeitszeitflexibilisierung
widmet sich Prof. Karl-Friedrich Ackermann (Lehrstuhl für
Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Personalmanagement) mit
dem Thema "Gleitzeit vs. Festzeit". Das Anwendungspotential
der Gleitzeit ist trotz des hohen Verbreitungsgrades selbst in
derzeitigen Gleitzeitbetrieben noch nicht voll ausgeschöpft,
stellt der Autor fest.
Die philosophischen Vorläufer der Kopernikanischen Wende
stellt Dr. Martin Bauer (Abteilung für Philosophie) vor.
Im besonderen wird die Naturphilosophie des ausgehenden Mittelalters
dargestellt, deren Erkenntnisse aber noch nicht in eine moderne
Naturwissenschaft umgesetzt wurden, weil die Stellung des Menschen
im Kosmos mehr interessierte als die Erklärung des kosmischen
Mechanismus.
Prof. Siegfried Franke (Abteilung für Wirtschaftspolitik
und Öffentliches Recht) fragt "Die Drogenpolitik
in Schweden - Vorbild oder Rückschritt?" Er stellt
Prävention, Therapie und Repression in der Suchtbekämpfung
vor und untersucht, ob sich die heutige schwedische Drogenpolitik
auf andere europäische Länder übertragen läßt.
"NN - Aus der Werkstatt eines Geodäten"
berichten Prof. Erik W. Grafarend und seine Mitarbeiter Johannes
Engels, Friedrich Krumm und Margitta Metzner. Jeder kennt die
Höhenangabe, etwa 650m NN auf dem höchsten Punkt eines
Berges. Aber was genau verbirgt sich hinter NN und mit welchen
Verfahren werden diese Angaben ermittelt?
Prof. Gerhard Haider (Leiter der Abteilung Biologie des Instituts
für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft)
stellt "Fische als Bioindikatoren" vor. Zahlreiche
Kriterien werden dargelegt, die dazu führen, daß Fische
besonders häufig für alle möglichen Fragen der
Wasser- und Gewässerbeurteilung herangezogen werden.
Einen Beitrag zur Bewertung kosmetischer Lichtschutzmittel leisten
Prof. Wolfgang Schwack und Dr. Thomas Rudolph (Lehrstuhl für
Lebensmittelchemie und Analytische Chemie) mit dem Aufsatz "Photoreaktionen
chemischer UVA-Filter". 3500 Tonnen chemischer Substanzen
werden jährlich produziert, um die menschliche Haut vor der
schädlichen UV-Strahlung zu schützen. Welche Wirkungen
auf den Organismus diese Substanzen darüber hinaus haben
und welches Gefahrenpotential sie bergen, ist Gegenstand der Arbeit
der beiden Autoren.
Interessenten können das aktuelle Heft beim Referat für
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Universität Stuttgart
(Keplerstr. 7, 70174 Stuttgart, Fax: 0711/121-2188) anfordern.
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