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Pressemitteilung Nr. 5/1996 vom 15.1.1996 |
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Workshop im Haus der Wirtschaft:
Energiemodelle in Deutschland
Am 24. und 25. Januar 1996 findet im Haus der Wirtschaft in Stuttgart
ein Workshop über den Stand der Entwicklung von Energiemodellen in der
Bundesrepublik Deutschland statt. Der Workshop mit rund 150 Teilnehmern aus
dem In- und Ausland ist Teil des IKARUS-Projektes, das vom Bundesministerium
für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF) gefoerdert wird.
Ziel des Projekts ist es, das Energiesystem der Bundesrepublik
Deutschland zu analysieren, eine Datenbasis für die Technologien des
Systems zu schaffen und aktuelle Fragestellungen zur Energiepolitik
wissenschaftlich zu untersuchen. Veranstalter ist das BMBF in
Zusammenarbeit mit dem Institut für Energiewirtschaft und Rationelle
Energieanwendung (IER) der Universität Stuttgart und der Programmgruppe
Systemforschung und Technologische Entwicklung (STE) der KFA Jülich GmbH.
Bei dem Stuttgarter Workshop geht es darum, den Stand der in der Bundesrepublik
Deutschland entwickelten und für die Politikberatung eingesetzten
Energiesystem- und Energiewirtschaftsmodelle aufzuzeigen, Erfahrungen bei
der Anwendung auszutauschen und Weiterentwicklungen zu diskutieren.
Eröffnet wird die Veranstaltung durch Dr. Wagner vom BMBF am 24. Januar
um 10.30 Uhr. Anschließend führt Prof. Dr.-Ing. Alfred Vo~, Leiter des
IER der Universität Stuttgart, mit einem Vortrag über Erfahrungen, Grenzen
und Nutzen von Energiemodellen in das Thema ein.
Energiemodellen kommt, durch immer weiter steigende ökonomische und ökologische
Anforderungen an das Energiesystem, eine wachsende Bedeutung zu.
Energie- und umweltpolitische Entscheidungen sind eingebettet in ein
komplexes Spannungsfeld von wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und
politischen Interessen. Energiesystemmodelle dienen dazu, das Energiesystem
möglichst genau darzustellen und Fragen zu den Auswirkungen des Einsatzes
verschiedener Technologien im Energiesystem auf die Umwelt beantworten
zu können. Mit Hilfe der Energiewirtschaftsmodelle können Veraenderungen
im Energiesystem in einen gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang
gestellt und so auch makroökonomische Auswirkungen der Veränderungen
ermittelt werden.
Am ersten Tag des Workshops werden Energiesystemmodelle vorgestellt und
Ergebnisse von Modellstudien präsentiert. Am zweiten Tag werden Erfahrungen
und aktuelle Entwicklungen bei den Energiewirtschaftsmodellen
aufgezeigt. Referenten aus Deutschland und Schweden stellen acht solcher
Computermodelle und Ergebnisse verschiedener Studien vor. Es besteht
auch Gelegenheit, sich Modelldemonstrationen am Rechner anzusehen.
Das Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) der
Universität Stuttgart wurde mit der Organisation des Workshops betraut. Dort
bestehen langjährige Erfahrungen mit derartigen Modelltypen. Wissenschaftler des
1ER haben bereits verschiedene Energiesystemmodelle u. Energiewirtschaftsmodelle
in Fallstudien für die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages
zum Schutz der Erdatmosphäre, für die Stiftung Energieforschung
Baden-Württemberg, für die Akademie für Technikfolgenabschaetzung
in Baden-Württemberg, für die VEBA AG, für Österreich und in anderen
nationalen und internationalen Studien angewendet. Seit der
Gründung des 1ER vor gut fünf Jahren wurden bestehende Modelle ausgebaut
und verbessert und auch eigene Modellkonzepte entwickelt. So werden auch
Referenten des IER über die Modellentwicklungen am Institut informieren.
Es stehen noch einige Plätze bei diesem Workshop zur Verfügung.
Institut fur Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER),
Hessbrühlstrasse 49 a, 70565 Stuttgart, oder unter Tel .0711/7806135
über das genaue Programm informieren und anmelden.
Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Keplerstraße 7 70174 Stuttgart Tel. (0711) 121-2297, -2176, -2155; Telefax 121-2188 e-mail: presse@uni-stuttgart.de
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