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Pressemitteilung Nr.46/1996 vom 8.5.1996 |
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Durchbruch bei der Umsetzung vom Labormaßstab auf größere Flächen:
Neuer Weltrekord bei der Entwicklung von Solarzellen
Einen neuen Weltrekord bei der Entwicklung kostengünstiger Solarzellen haben
Wissenschaftler des Instituts für Physikalische Elektronik der Universität
Stuttgart gemeinsam mit dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung
Baden-Württemberg (ZSW) aufgestellt: Ein integriert serienverschaltetes
Modul erreichte auf einer Fläche von 10 x 10 Quadratzentimetern einen
Wirkungsgrad von nahezu 14 Prozent. Dies ist ein weiterer Schritt in
Richtung eines wirtschaftlichen Einsatzes der Photovoltaik.
Schon bei früheren Arbeiten konnten die Stuttgarter Wissenschaftler beweisen,
dass auch Dünnschicht-Solarzellen Wirkungsgrade über 17 Prozent erreichen
können. Diese Wirkungsgrade sind mit denen hochwertiger Solarzellen aus
reinstem Silizium vergleichbar. Als aktives Solarzellenmaterial dient
CuInSe2 /Kupfer-Indium-Diselenid (CIS), das mit einer Dicke von zwei
Mikrometern auf normales Fensterglas aufgetragen wird.
Jetzt erzielten die Stuttgarter Wissenschaftler einen Durchbruch bei der
Umsetzung der Herstellungstechnologie vom Labormaßstab auf größere Flächen. Der
zertifizierte Wirkungsgrad von 13.9 Prozent entspricht dem von kommerziell
erhältlichen Solarzellen aus Silizium. Vorteil der Technologie ist das
einfache Herstellungsverfahren, der geringe Materialverbrauch und die
einfache Verschaltung der Solarzellen im Modul.
Ein derartiges Modul, in dem 15 einzelne Solarzellen in Reihe geschaltet sind, liefert eine Ausgangsspannung von fast 10 Volt. Ein 6-Volt-Akkumulator kann
daher problemlos unter den verschiedensten Bedingungen geladen werden. An
einer weiteren Vergrößerung der Modulfläche auf 30 x 30 Quadratzentimeter
und an der Umsetzung in eine Produktion wird zur Zeit am ZSW (gemeinsam
mit der Phototronics Solartechnik GmbH) gearbeitet. Erste funktionsfähige
Module mit dieser Fläche wurden bereits hergestellt. Das Projekt wird vom
Bundesminister für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie, der
Stiftung Energieforschung und dem Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg
gefördert.
Kontakt: Dr.-Ing. Hans-Werner Schock, Institut für Physikalische Elektronik
der Universität Stuttgart, Pfaffenwaldring 47, 70569 Stuttgart,
Tel. 0711/685-7180, -7157, -7184, Fax 0711/685-7143
Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Keplerstraße 7 70174 Stuttgart Tel. (0711) 121-2297, -2176, -2155; Telefax 121-2188 e-mail: presse@uni-stuttgart.de
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