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unilogo Universität Stuttgart

Pressemitteilung Nr. 34/1996 vom 11.4.1996

 
 
 

Öffentliche Vorlesung über die Komödie:

Zusammenarbeit mit dem Staatstheater Stuttgart wird fortgesetzt

Mit einer Vorlesung über "Radikale Dramaturgie und Bühnenpoetik im 19. Jahrhundert" begann der Stuttgarter Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Volker Klotz in Zusammenarbeit mit dem Staatstheater Stuttgart im Wintersemester 1994/95 eine praxisorientierte Form des Lehrens. Volker Klotz machte seine Zuhörer mit dem theoretischen Hintergrund vertraut; Schauspielerinnen und Schauspieler des Staatstheaters trugen anschließend die enstprechenden Szenen vor. Diese äußerst erfolgreiche Kooperation - sowohl die Studierenden der Universität Stuttgart als auch die beteiligten Schauspieler waren mit Begeisterung bei der Sache - wird nun im Sommersemester 1996 mit einer weiteren öffentlichen Vorlesung von Volker Klotz fortgeführt.

Diesmal geht es um die Komödie, um die Hauptstationen ihrer Geschichte seit der Antike. Vor allem das Drama, als Bühnenstück, hat eine eigenständige poetische Gattung, die Komödie, hervorgebracht. Weder in der literarischen noch in einer anderen Kunst hat sich die Komik so stark durchsetzen können wie auf der Bühne. Ob dies wirklich so ist und wieso, ist eine Ausgangsfrage der Vorlesung, die den historischen Wandel der Komödie nachzeichnet. Dazu verwendet Volker Klotz als Beispiele charakteristische und epochemachende Bühnenstücke aus der Komödiengeschichte. Das Programm umfaßt unter anderem Stücke aus der griechischen und römischen Antike, elisabethanisches Theater um Shakespeare, spanische Barockdramatik um Lope de Vega, französische Bühnenstücke von Molière, italienische Entwicklungen von der Commedia dell'arte bis Goldoni und deutschsprachige Werke von Kleist und Sternheim. Auch diesmal wird Klotz zunächst die geschichtlichen Fluchtlinien skizzieren und die Stücke analysieren und anschließend werden Schauspieler charakteristische Szenen lesen.

Die Vorlesung beginnt am Dienstag, den 16. April 1996 und findet jeweils dienstags von 14.00 bis 15.30 Uhr im Tiefenhörsaal M 17.02 (Keplerstraße 17) statt. Gäste sind herzlich willkommen.

Themen und Termine:

16.4. Einführung. Theoretische Notizen: Theater und Komik überhaupt und im Lauf der Jahrhunderte.
Erste Beispielszenen
23.4. Griechische Antike: Aristophanes, Der Friede
30.4. Römische Antike: Plautus, Menaechmi und Miles Gloriosus (Der Maulheld)
07.5. England I: Shakespeare, Die Komödie der Irrungen
14.5. England II: Shakespeare, Ein Sommernachtstraum und Ben Johnson, Volpone
21.5. Spanien: Lope de Vega: Der Ritter vom Mirakel und Tumult im Irrenhaus
28.5. Frankreich: Molière, Tartüff und Der Menschenfeind
04.6. Italien: Goldoni, Der Diener zweier Herren und Viel Lärm in Chiogga
11.6. Deutschland: Kleist, Der zerbrochene Krug
18.6. Rußland: Gogol, Der Revisor
25.6. Irland: Synge, Der Held der westlichen Welt
02.7. Deutschland: Sternheim, Die Hose
09.7. Italien: Fo, Zufälliger Tod eines Anarchisten. Fazit

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