Abteilungen
weitere Bereiche
Direkt zu

zur Startseite

Publikationen der Forschungsstelle Ludwigsburg

 bd20

Band 20:
Mallmann, Klaus-Michael / Angrick, Andrej / Matthäus, Jürgen / Cüppers, Martin (Hrsg.): Die »Ereignismeldungen UdSSR« 1941. Dokumente der Einsatzgruppen in der Sowjetunion

Fast täglich übermittelten die Einsatzkommandos aus der Sowjetunion geheime Berichte an das Reichssicherheitshauptamt, die ›Ereignismeldungen UdSSR‹, in denen auf rund 3000 Schreibmaschinenseiten minutiös und in aller Ausführlichkeit die nationalsozialistischen Verbrechen aufgezeichnet wurden. Sämtliche Ereignismeldungen des Jahres 1941 liegen nun erstmals gedruckt vor, unerlässlich für jeden, der sich mit dem Ostkrieg und dem Holocaust beschäftigt.

2011. 927 S. mit 36 s/w Abb. und 8 Karten, Register, 16,5 x 24 cm, geb.

 bd19

Band 19:
Junginger, Horst: Die Verwissenschaftlichung der ›Judenfrage‹ im Nationalsozialismus

In den 30er und 40er Jahren gaben sich Teile der Wissenschaft dafür her, der antisemitischen Ideologie der Nationalsozialisten eine pseudowissenschaftliche Grundlage zu verschaffen: Die ›Judenforschung‹ etablierte sich. Welche Fachgebiete sich zu diesen Bemühungen missbrauchen ließen, welche sich aktiv daran beteiligten, zeichnet Horst Junginger in seiner brillanten Studie hier erstmals umfassend nach.

2011. 480 S. mit 1 s/w Abb., Bibliogr. u. Reg., 14,5 x 22 cm, Fadenh., geb.

 bd18

Band 18:
Ullrich, Christina: Ich fühl' mich nicht als Mörder

Die Integration von NS-Tätern in die NachkriegsgesellschaftWährend des Nationalsozialismus waren SS-Führer der mittleren Führungsebene direkt am Holocaust beteiligt. Nach 1945 gelang vielen von ihnen problemlos der Weg zurück in ein ›bürgerliches‹ Leben. Anhand 19 exemplarischer Lebensläufe zeichnet Christina Ullrich ein Bild der Integration und Reetablierung von NS-Verbrechern nach.

2011. 355 S. mit Bibliogr., 14,5 x 22 cm, Fadenh., geb.

 bd17

Band 17:
Silvennoinen, Oula: Geheime Waffenbrüderschaft - Die sicherheitspolizeiliche Zusammenarbeit zwischen Finnland und Deutschland 1933-1944.

Mit einem Vorwort zur deutschen Ausgabe von Klaus-Michael Mallmann. Aus dem Finnischen von Klaus und Kaija Reichel. Das Buch birgt eine Sensation: Ging man bisher vom sauberen Krieg Finnlands gegen den sowjetischen Aggressor aus, so zeigt das Buch erstmals, wie deutsche Einheiten mit finnischer Unterstützung während des Zweiten Weltkrieges ungestört Jagd auf Juden, Partisanen und Kommunisten machen konnten. Organisiert wurden die Exzesse von einem bisher vollkommen unbekannten Sondereinsatzkommando auf finnischem Boden. Das Buch, das in Finnland viel Staub aufwirbelte, wird auch das hiesige Bild vom Krieg im Norden nachhaltig verändern.

2010. Etwa 400 S., etwa 5 s/w Abb., Bibl. und Register, geb.

 bd16

Band 16:
Browning, Christopher R. : Die Endlösung und das auswärtige Amt

Das Referat D III der Abteilung Deutschland 1940–1943. Aus dem Amerikan. von Claudia Kotte. Mit einem Vorwort von Jürgen Matthäus.
Die Aufgaben des Auswärtigen Amtes führten unweigerlich auch zu einer Verstrickung in die europaweite Judenpolitik des Naziregimes. Brownings Studie ist die bisher einzige Monographie, die sich mit dieser Thematik auseinandersetzt. Souverän, präzise und sprachlich gelungen zeichnet er hier das verbrecherische Agieren des Auswärtigen Amtes nach.

2010. 320 S. mit Bibliogr. und Reg., 14,5 x 22 cm, Fadenh., geb.

bd15 

Band 15:
Meinen, Insa: Die Shoah in Belgien

Über vier Jahre hielten die Nationalsozialisten Belgien besetzt. In dieser Zeit deportierten sie tausende Juden von dort nach Auschwitz. Erstmals in der deutschen Geschichtswissenschaft befasst sich die Autorin mit der Durchführung der ›Endlösung‹ in Belgien. Sie benennt die beteiligten deutschen Dienststellen und stellt die Beteiligung der belgischen Behörden und die Reaktionen der Juden dar. Das Buch stützt sich auf bisher unveröffentlichte Quellen aus deutschen, belgischen und französischen Archiven.

2009. 254 S. mit 1 Kt., 3 Tab. und 1 Schaubild, Fadenh., geb.

bd14 

Band 14:
Mallmann, Klaus-Michael / Angrick, Andrej (Hrsg.): Die Gestapo nach 1945 - Karrieren, Konflikte, Konstruktionen


Die Gestapo verkörpert wie keine andere Organisation das nationalsozialistische Terrorsystem. 1945 war sie als Institution zwar zerschlagen, die meisten ihrer Mitarbeiter aber hatten überlebt. Wie verhielten sie sich in der Nachkriegszeit? Wie ging die deutsche Gesellschaft und Justiz mit ihnen um? Und: wurden die Verbrechen angemessen gesühnt oder mehrheitlich verdrängt? 15 renommierte Autoren untersuchen Themenkreise und exemplarische Einzelschicksale von Gestapo-Angehörigen. So verbindet sich das Reizthema ›Gestapo‹ mit der ebenso öffentliches Interesse weckenden Täterforschung.

2009. 368 S., Fadenh., geb.

bd13 

Band 13:
Weinke, Annette: Eine Gesellschaft ermittelt gegen sich selbst - Die Geschichte der Zentralen Stelle Ludwigsburg 1958 – 2008


Die Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltung ist diejenige Einrichtung, welche sich innerhalb der Bundesrepublik am kontinuierlichsten und nachhaltigsten der Aufarbeitung von NS-Verbrechen gewidmet hat. Mit den von ihr angestoßenen Strafprozessen hat sie einen zentralen Beitrag zur Herausbildung eines pluralistischen Geschichtsbewusstseins geleistet und dadurch den demokratischen Wandel in Nachkriegsdeutschland befördert. Die Historikerin Annette Weinke schreibt die Geschichte der Zentralen Stelle anlässlich des 50. Gründungstages dieser Institution im Jahr 1958.

2., um ein Vorwort erw. Aufl. 2009. 224 S., Fadenh., geb.

 bd12

Band 12:
Mallmann, Klaus-Michael / Böhler, Jochen / Matthäus, Jürgen: Einsatzgruppen in Polen


Gleich nach dem Überfall auf Polen 1939 nahmen die Einsatzgruppen ihr mörderisches Handwerk auf und eliminierten systematisch Juden und Andersdenkende. Bisher war gängige Meinung, dass erst mit dem Krieg gegen die Sowjetunion die Einsatzgruppen konsequent vorgehen konnten. Die Vorgänge in Polen wurden zumeist ignoriert. Erstmals stellen jetzt Klaus-Michael Mallmann, Jochen Böhler und Jürgen Matthäus von der Forschungsstelle Ludwigsburg, dem DHI Warschau und dem United States Holocaust Memorial Museum das Drama in Polen monographisch dar und präsentieren in einem Anhang deutsche und zumeist erstmals auf deutsch vorliegende polnische Quellen.

2008. 253 S. mit 1 Kt., Fadenh., geb.

 bd11

Band 11:
Gensicke, Klaus: Der Mufti von Jerusalem und die Nationalsozialisten 

Eine politische Biographie Amin el-Husseinis. Mit einem Vorwort von Matthias KüntzelIn seinem Kampf um einen Staat für die Palästinenser strebte der Mufti von Jerusalem, Amin el-Husseini, eine fatale Allianz mit den Nationalsozialisten an. Hitler und Himmler empfingen den Mufti in Berlin und nutzten diesen Verbündeten für Ihre Interessen, der Sache der Palästinenser schadete diese Kollaboration allerdings nachdrücklich – bis heute. Eine fesselnde politische Biographie!

2007. 247 S., Fadenh., geb.

 bd10

Band 10:
Klarsfeld, Serge: Vichy – Auschwitz

Die »Endlösung der Judenfrage« in Frankreich. Aus dem Franz. übers. und mit einem Vorwort vers. von Ahlrich Meyer
Serge Klarsfelds 1983 – 1985 erstmals erschienenes Buch ›Vichy – Auschwitz‹ ist zu einem Denkmal der Geschichtsschreibung geworden und bis heute die wohl beste Monographie zum Holocaust in einem Land. Serge und Beate Klarsfeld haben sich mit ihrem Engagement bleibende Verdienste erworben um die Verfolgung von NS-Verbrechern in Frankreich.
Die vorliegende Ausgabe folgt der deutschen Veröffentlichung von 1988, wurde aber sorgfältig korrigiert, in den Dokumenten durchgesehen und ergänzt und bietet eine aktualisierte Bibliographie auf neustem Stand.

Korr. und bibliogr. aktual. Neuausgabe 2007. 607 S. mit 1 Kt., Fadenh., geb.

bd9 

Band 9:
Mlynarczyk, Jacek Andrzej
: Judenmord in Zentralpolen - Der Distrikt Radom im Generalgouvernement 1939 – 1945

 

Der Distrikt Radom im Generalgouvernement 1939 – 1945
Zwischen 1939 und 1945 ermordeten die Nationalsozialisten rund 380.000 Juden im Distrikt Radom des Generalgouvernements. Erstmals stellt die Studie von Jacek Mlynarczyk ausführlich und detailliert die Shoah im Distrikt Radom dar. Systematisch werden sowohl die Täterperspektive, die Perspektive der jüdischen Opfer wie auch die Beziehungen zwischen Polen und Juden während der gesamten Kriegszeit untersucht. Mlynarczyks Buch füllt ein Desiderat in der deutschen Holocaustforschung.

2., unveränd. Aufl. 2008. 408 S. mit 17 Tab., Fadenh., geb.

bd8 

Band 8:
Mallmann, Klaus-Michael / Cüppers, Martin:
Halbmond und Hakenkreuz - Das Dritte Reich, die Araber und Palästina


Während die Wehrmacht den Zusammenschluss der Afrika- und der Kaukasus-Front in einer Zangenbewegung im Nahen Osten anstrebte, wurden bereits detaillierte Pläne zur Vernichtung der Juden in Palästina ausgearbeitet. Fest einkalkuliert war dabei die Mithilfe der in der Region ansässigen Araber. Die Autoren schreiben die erste Gesamtdarstellung der Beziehungen zwischen dem nationalsozialistischen Deutschland und dem arabischen Nahen Osten, ein Verhältnis, das zwischen rassistischer Ideologie, Politik und Religion genügend Raum für Zündstoff lässt, was in seiner Tragweite bisher kaum erkannt worden ist.

2., durchges. Aufl. 2007. 288 S. mit 13 s/w Abb. und 1 s/w Kt., Fadenh., geb.

 bd7

Band 7:
Matthäus, Jürgen / Mallmann, Klaus-Michael (Hrsg.): Deutsche, Juden, Völkermord - Der Holocaust als Geschichte und Gegenwart.

Der Holocaust und das Verhältnis zwischen Juden und Deutschen wird in diesem Sammelband von 20 der namhaftesten internationalen Holocaust-Spezialisten systematisch beschrieben: Sie untersuchen das Verhältnis von Juden und Deutschen vor dem Holocaust, gehen der Schuld der Täter wie der Situation der Opfer nach und wenden sich in einem vierten Block dem Umgang mit dem Holocaust nach 1945 zu.
Mit Beiträgen von F. Bajohr, Y. Bauer, W. Benz, R. Breitmann, Chr. R. Browning, M. Cüppers, J. Förster, B. Hüppauf, K.-M. Mallmann, J. Matthäus, F. Mecklenburg, B. Meyer, D. Michman, H. Mommsen, A. Paucker, G. Paul, M. Richarz, R. Rürup und R. G. Waite.

2006. 340 S. mit 5 s/w Abb., Fadenh., geb.

 bd6

Band 6:
Angrick, Andrej / Klein, Peter: Die »Endlösung« in Riga - Ausbeutung und Vernichtung 1941 – 1944

Ghetto, Arbeitslager und Vernichtungslager – in Riga kamen alle Elemente nationalsozialistischer Judenpolitik zum Tragen. Aus ganz Europa wurden Juden mit dem Endziel der Ermordung nach Riga deportiert. Diese erste Gesamtdarstellung behandelt alle Aspekte: Von der Errichtung des Ghettos über den Lageralltag und die Zusammenarbeit mit den lettischen Behörden bis zur Auflösung des Ghettos und den letzten Todesmärschen. An Riga lässt sich die Geschichte der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik in all ihren Facetten aufzeigen wie auch die gesamteuropäische Dimension des Holocaust.

2006. 520 S. mit 10 Fotos und 1 Kt., Fadenh., geb.

 bd5

Band 5:
Kunz, Norbert: Die Krim unter deutscher Herrschaft 1941 – 1944 - Germanisierungsutopie und Besatzungsrealität

Die Krim, rund zweieinhalb Jahre von Ende 1941 bis Anfang 1944 unter deutscher Besatzung, sollte zu einem Mustergebiet nationalsozialistischer Herrschaft werden. Der Besatzungsalltag auf dieser ethnisch stark gemischten Halbinsel aber hatte mit deutschen Germanisierungsutopien kaum noch etwas gemein. Umfassend und anschaulich wird hier erstmals die Besatzungswirklichkeit in dieser sowjetischen Region geschildert.

2005. 448 S. mit 7 Tab. und 1 Kt., Fadenh., geb.

 bd4

Band 4:
Cüppers, Martin: Wegbereiter der Shoah - Die Waffen-SS, der Kommandostab Reichsführer-SS und die Judenvernichtung 1939 – 1945

Martin Cüppers macht erstmals klar, dass der Kommandostab Reichsführer-SS und die ihm untergeordneten Brigaden der Waffen-SS systematisch und im großen Stil an der Ermordung der europäischen Juden beteiligt waren. Er wirft damit neues Licht auf die Verstrickungen der Waffen-SS in die Verbrechen des Zweiten Weltkrieges.

2005. 464 S., 13 s/w Abb., 3 Kt., 7 Tab., Fadenh., geb.

bd3 

Band 3:
Mallmann, Klaus-Michael / Musial, Bogdan (Hrsg.): Genesis des Genozids - Polen 1939 – 1941

Der Vernichtungskrieg, so die These dieses Bandes, begann nicht erst mit dem Überfall auf die Sowjetunion. Die Ergebnisse einer deutsch-polnischen Konferenz in Ludwigsburg machen klar: Der Völkermord begann bereits 1939 in Polen. Zwölf Autoren aus Polen und Deutschland weisen nach, wie weit die systematische Vernichtung von Teilen der Zivilbevölkerung bereits in Polen geplant war und umgesetzt wurde.
Mit Beiträgen von M. Alberti, J. Böhler, M. Cüppers, A. Dziurok, B. Engelking, A. Löw, K.-M. Mallmann, J. A. Mlynarczyk, B. Musial, V. Rieß, D. Weitbrecht und M. Wierzbicki.

2004. 240 S., eBook

bd2 

Band 2:

Mallmann, Klaus-Michael / Paul, Gerhard (Hrsg.)Karrieren der Gewalt. Nationalsozialistische Täterbiographien.

Jahrzehntelang hat sich die Geschichtswissenschaft fast ausschließlich auf die Haupttäter Hitler, Himmler oder Heydrich konzentriert und die Akteure der zweiten und dritten Ebene, die Vollstrecker vor Ort, ausgespart. In diesem Band stellen ausgewiesene Experten 23 Karrieren der Gewalt vor – die bisher größte Sammlung von Biographien tatnaher Befehlsgeber und Exekutoren des nationalsozialistischen Vernichtungskrieges – und fragen nach den zugrunde liegenden Mustern und Prägungen, Erfahrungen und Weichenstellungen. Die Täterforschung bekommt so erstmals eine konkrete, fundierte Grundlage. Darüber hinaus ziehen die beiden Herausgeber Klaus Michael Mallmann und Gerhard Paul in einem umfangreichen Überblick über Fortschritte und Probleme der neueren Täterforschung eine Zwischenbilanz dieser jungen historiographischen Teildisziplin.

Mit Beiträgen von Andrej Angrick, Ruth Bettina Birn, Martin Cüppers, Florian Dierl, Siegfried Gasparaitis, Carlo Gentile, Hannes Heer, Martin Hölzl, Peter Klein, Elisabeth Kohlhaas, Konrad Kwiet, Stephan Linck, Klaus-Michael Mallmann, Jürgen Matthäus, Jacek Mlynarczyk, Bogdan Musial, Karin Orth, Gerhard Paul, Dieter Pohl, Alexandra Przyrembel, Katrin Reichelt-Waite, Volker Rieß, Wolfgang Scheffler, Gudrun Schwarz, Knut Stang, Lawrence D. Stokes, Johannes Tuchel, Christl Wickert, Michael Wildt und Irmtrud Wojak.

 

Darmstadt 2004, 282 Seiten.
bd1 

Band 1:
Mallmann, Klaus-Michael / Rieß, Volker / Pyta, Wolfram (Hrsg.): Deutscher Osten 1939-1945 - Der Weltanschauungskrieg in Photos und Texten

Der Osten war Hitlers eigentlicher Kriegsschauplatz. Dort fand der rassenideologisch begründete Weltanschauungs- und Vernichtungskrieg statt. Fragen nach Motivation und Beschaffenheit der Täter sind in jüngster Zeit in das Zentrum der Beschäftigung mit den nationalsozialistischen Verbrechen gerückt. Dieser Band enthält 84 eindrucksvolle, präzise zugeordnete und umfassend kommentierte unretuschierte Photographien sowie Quellentexte und dichte Beschreibungen zum Vernichtungskrieg im Osten, die, wechselseitig aufeinander bezogen, aus einer akteurszentrierten Perspektive einen präzisen Blick ›in die Köpfe‹ der Täter gewähren. Indem die Innensicht der mörderischen Gewalt offen gelegt wird, treten Mentalität und Motive der Täter besonders deutlich zutage.

2003. 205 S. mit 84 s/w Abb., Fadenh., geb.