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Die Alte Geschichte an der Universität Stuttgart ist ein unverzichtbarer Teil der Geschichtswissenschaft. Sie befaßt sich mit der griechischen und römischen Geschichte, bezieht allerdings die Gebiete und Völker mit ein, die mit der klassischen mittelmeerischen Welt in Kontakt standen, also etwa die Kelten, die Phöniker, die Germanen, die semitischen Völker des Orients oder die italischen Völker. Der geographische Rahmen reicht vom Atlantik bis Indien, von Schottland bis in den Sudan.

Die Alte Geschichte beginnt gewöhnlich mit der mykenischen Zeit im 2. Jahrtausend v. Chr., vor allem aber mit dem 8. Jahrhundert v. Chr., als die griechische Schrift entwickelt wird und in Griechenland die ersten Dichtungen entstehen. Die Epoche endet dann mit den Umbrüchen der Spätantike und der Völkerwanderungszeit im 6.-7. Jahrhundert n. Chr. Die Alte Geschichte befaßt sich also mit Kulturen, die unser europäisches Erbe in den verschiedensten Bereichen wesentlich geprägt haben, etwa in der politischen Geschichte, der Ideengeschichte und der Kulturgeschichte.

In Forschung und Lehre deckt die Stuttgarter Alte Geschichte alle diese Bereiche ab. In den Proseminaren werden anhand eines zentralen Themas die grundlegenden altertumswissenschaftlichen Arbeitsweisen eingeübt; in den Lektürekursen wird detaillierte Quellenarbeit betrieben. Die Vorlesungen bieten Überblicke über größere Gebiete; in den Übungen werden  zentrale Quellengattungen oder, wie in den Hauptseminaren, speziellere Fragen behandelt. Zudem besteht im Oberseminar die Möglichkeit, aktuelle Forschungen zu diskutieren. Die Abteilung Alte Geschichte veranstaltet in jedem Jahr eine Exkursion zu bedeutenden antiken Stätten des Mittelmeerraums.