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Privater Energiekonsum - Petersen

 


Energiekonsum zwischen privater Nutzung und politischer Bühne

 
„Global denken, lokal handeln“ lautete ein altes Schlagwort der Umweltbewegung, das in der post-Fukushima-Debatte wieder an Aktualität gewonnen hat. Anhand von Untersuchungen zweier Städte werden die Rahmenbedingungen und Alltagspraktiken des privaten Energieverbrauchs zwischen 1950 und 2010 untersucht. Grundprämisse ist, dass der private Energieverbrauch regional und historisch variiert. Er wird jedoch nicht nur von klimatischen Bedingungen und individuellen Wünschen beeinflusst, sondern auch von Strukturen und Konventionen, die mit der politischen, technischen, sozialen und kulturellen Umgebung verbunden sind. Dabei wird die These entwickelt, dass die private Nutzung von Energie deutlich stärker von materiellen Ensembles abhängt als Vorstellungen von rationalen Konsumverhalten postulieren. Am Beispiel von Stuttgart und Coventry wird untersucht, welche infrastrukturellen Lösungsansätze und Alltagspraktiken sich in den letzten 60 Jahren herausgebildet haben. Es wird davon ausgegangen, dass die gewählten technischen Systeme und die Alltagspraxis von Faktoren geprägt sind, die von Stadt zu Stadt unterschiedlich sind.