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Masterstudiengang Wissenskulturen

Der Masterstudiengang Wissenskulturen, der zum Wintersemester 2010/11 eingeführt wurde, ist ein interdisziplinärer kulturwissenschaftlicher Studiengang im Rahmen der Philosophisch-Historischen Fakultät. Er führt die fachlichen Kompetenzen verschiedener Institute und Abteilungen zusammen und bildet mit seiner Hinwendung zu Aspekten der Wissensgesellschaft eine Brücke zwischen Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften und Technik einerseits sowie Universität und Öffentlichkeit andererseits.

Eine Aufnahme des Master-Studiums ist stets zu Beginn des Wintersemesters möglich. Die Bewerbunsfrist ist der 15. Juli.

 Informationen zur Zulassung finden Sie hier.

Für weitere Fragen steht ihnen zur Verfügung.

Blockseminar:

Am 09.10.2015 findet ein Blockseminar statt. Informationen finden sie hier.

Sommersemester 16

 


Wissenskulturen interdisziplinär

Im Masterstudiengang Wissenskulturen wird Kultur als „handlungsorientierende Sinnkonfiguration“ (Thomas Luckmann) verstanden; sie umfasst also alle Erfahrungen, Deutungen und Denkstile, die textlich und bildlich repräsentiert werden können und zugleich das Handeln von Individuen oder Kollektiven leiten. Der interdisziplinäre Masterstudiengang beschäftigt sich mit verschiedenen Aspekten von Wissenskulturen in Vergangenheit und Gegenwart: mit der Begründung von Wissen, seiner Sammlung, Ordnung und Prüfung, seiner Systematisierung und Klassifizierung, seiner Aufbewahrung, Weitergabe und Vermehrung, seiner Aktualisierung und Neuinterpretation. Dabei verbindet er die symbolischen Ordnungen des Wissens, wie sie etwa von Literaturwissenschaft und Philosophie thematisiert werden, mit der Bedeutung von Wissen für kollektives Handeln und Herrschaftspraxis, wie es vor allem die Geschichtswissenschaft untersucht.

Informationen zur Makrostruktur des Studiengangs finden Sie hier.
Eine Übersicht zu den Modulen des Masterstudiengangs Wissenkulturen finden Sie hier.
Das Modulhandbuch befindet sich hier.
Die Prüfungsleistungen finden sich hier.
Informationen zur Notenverteilung finden Sie hier.
Einen Infoflyer zum Masterstudiengang Wissenskulturen finden Sie hier
 

Rembrandt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ziele und Struktur des Studiengangs

Der Masterstudiengang macht die Herausforderungen der Wissensgesellschaft zum Gegenstand interdisziplinärer Analyse und setzt sich so mit den Problemlagen der modernen Kommunikations- und Dienstleistungsgesellschaft auseinander. Er dient dem Erwerb spezifischer Kompetenzen im wissenschaftlichen Umgang mit unterschiedlichen Wissenskulturen in diachroner und synchroner Perspektive sowie der problemorientierten Reflexion aktueller Forschungskontroversen.

Eine übersicht über die drei Säulen des Studiums finden Sie hier.

Perspektiven ergänzen sich

Um dem Masterstudiengang Wissenskulturen ein unverwechselbares Profil zu geben, wird er von folgenden Instituten und Abteilungen der Philosophisch-Historischen Fakultät gemeinsam verantwortet: 

  • Historisches Institut
  • Institut für Literaturwissenschaft
  • Institut für Philosophie

Alle beteiligten Institute beschäftigen sich intensiv mit der Erforschung unterschiedlicher Aspekte von Wissenskulturen. Im Institut für Philosophie gilt dies vor allem für die Reflexion der Grundlagen des Wissensbegriffs in systematischer und historischer Hinsicht sowie für die unterschiedlichen Darstellungsformen und Strategien von Wissen. Dazu zählt auch die Auseinandersetzung mit modernen Kulturtheorien über die grundlegenden Zusammenhänge von Wissenschaft, Technik und Kunst, speziell in der Informations- und Wissensgesellschaft. Im Institut für Literaturwissenschaft richten sich die entsprechenden Forschungen in erster Linie auf den Stellenwert von texten innerhalb unterschiedlicher Wissenskulturen. Dabei kommt dem Verhältnis von Text und Kontext, Textualität und Visualität sowie interkulturellen Phänomenen besondere Bedeutung zu. Innerhalb des Historischen Instituts wird der Stellenwert von Wissen beziehungsweise Wissensformationen für innergesellschaftliche Normierungs- und Klassifizierungsprozesse erforscht, wobei vor allem die Funktion von Wissen als Legitimation und Ressource von Herrschaft thematisiert wird. In der Abteilung für Geschichte der Naturwissenschaft und Technik bildet das Verhältnis von Naturwissenschaft, Technik und Gesellschaft einen zentralen Forschungsbereich, der auch das Wechselverhältnis von Wissen und Handeln einschließt.

Eine Übersicht der am Master Wissenskulturen beteiligten Institute finden Sie hier.

Nach dem Studium

Absolventen des Masterstudiengangs Wissenskulturen können ihr Tätigkeitsfeld überall dort finden, wo kulturwissenschaftliche Ergebnisse erzielt, dokumentiert, reflektiert oder präsentiert werden, beispielsweise in der Wissenschaft, im Kulturbereich, in nationalen und internationalen Behörden, in kommunalen und regionalen Ämtern, in der Erwachsenenbildung, der Medienarbeit und bei Beratungsunternehmen. Der frühzeitigen Schaffung strategischer Netzwerke dient der gezielte Kontakt zu Einrichtungen der Wissensproduktion und -distribution in Stuttgart und Umgebung (beispielsweise der Württembergischen Landesbibliothek, dem Haus der Geschichte Baden-Württemberg oder dem Deutschen Literaturarchiv Marbach). Selbstverständlich bietet der erfolgreich absolvierte Masterstudiengang auch eine Voraussetzung zur Aufnahme eines fachwissenschaftlichen Promotionsstudiums.

Der Masterstudiengang Wissenskulturen hat eine Regelstudienzeit von vier Semestern und beginnt jeweils jährlich zum Wintersemester. Der Studiengang ist stärker forschungsorientiert und nicht-konsekutiv. Daher kann zugelassen werden, wer in Geschichte, Philosophie, Germanistik, Romanistik, Anglistik, Geschichte der Naturwissenschaft und Technik oder Kulturwissenschaft oder in einem mit den genannten Disziplinen inhaltlich nahe verwandten Fach einen mit der Durchschnittsnote „gut“ (2,5) oder besser bewerteten Abschluss (Bachelor oder gleichwertig oder mindestens gleichwertig) an einer deutschen Universität oder einer gleichgestellten in- oder ausländischen Hochschule erworben hat. Weitere Voraussetzungen sind in der Zulassungsordnung geregelt. Nähere Informationen zum Bewerbungsverfahren finden Sie hier.