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Arbeitsschwerpunkt der Abteilung Landesgeschichte des Historischen Instituts ist die Erforschung der Geschichte Baden-Württembergs. Landesgeschichte wird in Stuttgart somit als die Geschichte des ganzen Landes Baden-Württemberg und nicht als diejenige seiner einzelnen Landesteile betrachtet.

Ursprünglich eine Teildisziplin der Geschichte des Mittelalters, hat sich die Landesgeschichte in den letzten Jahren neben der frühen Neuzeit stärker auch der neueren und neuesten Geschichte geöffnet. Die Forschungsarbeit der Abteilung trägt dieser neuen Entwicklung Rechnung.

Forschungsschwerpunkte sind die Wirtschafts- und Sozialgeschichte im Spätmittelalter und der Neuzeit, die Verfassungsentwicklung unter dem Einfluss des Absolutismus, die Wissenschafts- und Bildungsgeschichte des 18. Jahrhunderts, die Kirchengeschichte des 15. bis 18. Jahrhunderts sowie die Geschichte Vorderösterreichs. Die Forschungsarbeiten der Abteilung machen die Besonderheit der geschichtlichen Überlieferung Südwestdeutschlands im Rahmen einer vergleichenden Landesgeschichte sichtbar.

Eine Besonderheit der Abteilung liegt in der engen Zusammenarbeit mit zahlreichen außeruniversitären Institutionen und Vereinen, die sich der Erforschung des gleichen Fachs widmen. Intensive Kontakte und Kooperationen bestehen mit dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart, dem Stadtarchiv Stuttgart, der Stiftung Wirtschaftsarchiv Baden-Württemberg in Hohenheim, der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart, dem Landesmuseum Württemberg in Stuttgart und dem Landesamt für Denkmalpflege in Esslingen.

Kooperationen mit diesen außeruniversitären Einrichtungen, aber auch mit anderen Lehrstühlen, wie z.B. der Elsässischen Landesgeschichte in Straßburg, haben sich neben dem Forschungsertrag vor allem im Hinblick auf eine praxisorientierte und quellennahe Lehre als überaus fruchtbar erwiesen. Dies kommt in gemeinsam durchgeführten Seminaren und Exkursionen, der Teilnahme an bedeutenden Ausstellungsprojekten, in kooperativ durchgeführten wissenschaftlichen Tagungen oder Publikationsvorhaben zum Ausdruck.

Durch den hohen Anteil an Historiker/innen in nicht-universitären Tätigkeitsfeldern unter den Lehrbeauftragten (Archivare, Konservatoren, Kulturamtsleiter, Denkmalpfleger, Rundfunkjournalisten, Leiter von freien Ausstellungsbüros, Dienstleister für kommunale kulturelle Tätigkeiten) ist ein besonderer Praxisbezug des Studiums innerhalb der Abteilung Landesgeschichte gegeben. Nachweislich führt dies in überdurchschnittlichem Maß zu beruflichen Tätigkeiten der Absolventen der Landesgeschichte in derartigen studiennahen Bereichen.