Publikationen und Neuerscheinungen
Prof. Dr. Franz Quarthal |
Dr. Christoph Bittel |
Dr. Daniel Kirn |
Prof. Dr. Franz Quarthal
| Quarthal, Franz - Faix, Gerhard (Hg.) Die Habsburger im deutschen Südwesten. Neue Forschungen zur Geschichte Vorderösterreichs. Sigmaringen: Thorbecke-Verlag 2000. ISBN: 3-7995-0124-X |
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Innerhalb des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation war Vorderösterreich eines der größten Territorien in Südwestdeutschand und bildete trotz seiner territorialen Zersplitterung ein wichtiges Bindeglied zwischen den habsburgischen Besitzungen in Italien, Burgund, den Niederlanden und Österreich.
Seine Geschichte war in den letzten beiden Jahrzehnten verstärkt Gegenstand historischer Forschung. Auf einer Tagung in Endingen am Kaiserstuhl, die 1996 vom historischen Institut der Universität Stuttgart, dem Alemannischen Institut in Freiburg und dem Regierungspräsidenten Freiburg veranstaltet wurde, zogen Historiker aus Deutschland, Frankreich, der Schweiz und Österreich eine Bilanz dieser Forschungsarbeit. Der Band vereinigt die Tagungsbeiträge, welche Aspekte der politischen Geschichte, der Wirtschafts- uznd Sozialgeschichte, der Kirchengeschichte, wie auch aus dem Bereich des Archivwesens behandeln.
Der vorliegende Aufsatzband zur Ausstellung "Vorderösterreich - nur die Schwanzfeder des Kaiseradlers?" erscheint anstelle eines sonst üblichen Ausstellungskatalogs und enthält viele beachtenswerte Beiträge von führenden Vorderösterreichforschern.
| QUARTHAL, Franz - FAUST, Ulrich (Hg.): Die Reformverbände und Kongregationen der Benediktiner im deutschen Sprachraum. (= Germania Benedictina 1). St. Ottilien: EOS-Verlag 1999. ISBN: 3-8306-6994-1 |
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Die GERMANIA BENEDICTINA ist eine wissenschaftliche Reihe zur Geschichte der Klöster mit Benediktsregel, die es sich zum Ziel gesetzt hat, das religiöse, kulturelle und wirtschaftliche Wirken der benediktinischen Klöster im deutschsprachigen Raum zu erfassen und darzustellen. Die einzelnen Bände sind nach den heutigen politischen Landes- bzw. Staatsgrenzen eingeteilt.
Der nun vorliegende 1. Band war und ist als Einleitungsband zur Gesamtreihe der Germania Benedictina gedacht, auch wenn er jetzt erst als Achter erschienen ist. Er war von Anfang an überregional konzipiert. Was von der Ecclesia semper reformanda gilt, trifft auch für jedes Benediktinerkloster als Abbild der Kirche zu: monasterium semper reformandum. Das ist die Thematik des Einleitungsbandes. Von den Gebetsverbrüderungen über Reformverbände bis zu nachtridentinischen und neuzeitlichen Kongregationen wurde das selbständige Kloster der Regel Benedikts vor Vereinsamung bewahrt.
Die Beobachtung der Regel und der sie erläuternden Consuetudines wurde und wird durch Visitationen immer wieder überprüft.
Die Offenheit für Reformen sollte die Benediktinerklöster auch im dritten Jahrtausend der Christenheit kennzeichnen.
Weitere Bände der Reihe
- Band 2: Bayern. Bearbeitet von Josef Hemmerle – München 1970.
- Band 3: Österreich. Redaktion: Korbinian Birnbacher OSB – Salzburg und Ulrich Faust OSB – Ottobeuren.
- Band 4: Süddeutschland (Die Frauenklöster in Baden-Württemberg und Bayern). Redaktion: Franz Quarthal – Stuttgart.
- Band 5: Baden-Württemberg. Bearbeitet von Franz Quarthal u. a. – Tübingen 1975, 2. Aufl. 1987.
- Band 6: Norddeutschland (Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen). Bearbeitet von Ulrich Faust OSB – Salzburg 1979.
- Band 7: Hessen. Redaktion: Franziskus Büll OSB – Münsterschwarzach.
- Band 8: Nordrhein-Westfalen. Bearbeitet von Rhaban Haake OSB – Siegburg 1980.
- Band 9: Rheinland-Pfalz und Saarland. Bearbeitet von Friedhelm Jürgensmeier – Mainz/Osnabrück 1999.
- Band 10: Mittel- und Ostdeutschland. Redaktion: Christof Römer – Braunschweig.
- Band 11: Norddeutschland (Die Frauenklöster in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen). Bearbeitet von Ulrich Faust OSB – Salzburg 1984.
- Band 12: Norddeutschland (Die Männer- und Frauenklöster der Zisterzienser in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg). Bearbeitet von Ulrich Faust OSB – Hildesheim 1994.
- Band 13: Die Zisterzienserklöster Mittel- und Ostdeutschlands. Redaktion: Thomas Vogtherr – Leipzig.
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Quarthal, Franz - Faix, Gerhard (Hg.) |
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Seit 900 Jahren ist die Familie der Freiherren von Ow mit der Landschaft am oberen Neckar verbunden. Wie bei nur wenigen Geschlechtern lässt sich bei ihr der Weg vom hochfreien Adel des Mittelalters üer die Ministerialität und den niederen Adel des Spätmittelalters zur Reichsritterschaft bis zum Ende des alten Heiligen Römischen Reiches verfolgen. Im Königreich Württemberg haben die Freiherren von Ow neue Aufgaben übernommen, und über alle politischen Veränderungen hinweg sind das Schloß und das Gut in Wachendorf zusammen mit dem Gut Neuhaus das Zentrum der Familie geblieben, die durch Jahrhunderte die Kulturlandschaft zwischen Albvorland und oberem Neckar geprägt hat. Herrschaftliche Sitze, Schlösser, adlige Stadthäuser, Flurformen, der historisierend wiedererbaute Turm der Weilerburg, museale Sammlungen und eine breite archivalische Überlieferung sind die bis heute sichtbaren Zeugnisse dieser Vergangenheit.
In einer Ende des 19. Jahrhunderts konzipierten, 1910 erschienenen Darstellung ist versucht worden, eine geschlossene Geschichte der Herren von Ow vorzulegen, die weitgehend genealogisch ausgerichtet war und alle bekannten Mitglieder der Familie einbeziehen wollte. Der vorliegende Band will nun, entsprechend der Differenzierung in der wissenschaftlichen Forschung, durch Einzelbeiträge relevante Züge der Geschichte dieses Hauses sichtbar machen. Neben einer Einführung in die Familiengeschichte wird die Frühgeschichte der Herren von Ow ab dem 11. Jahrhundert in ihrem möglichen Zusammenhang mit dem schwäbischen Hochadel eingängig untersucht. Eine besondere Würdigung findet die seit mehr als einem Jahrhundert umstrittene Frage nach der Zugehörigkeit des Minnesängers Hartmann von Ow zu dem am oberen Neckar ansässigen Geschlecht.
Der Bedeutung der Familie für die Prägung der Kulturlandschaft, ihrer Beziehung zu den Städten dieses Raumes, insbesondere zu Rottenburg und Obernau, zu ihren Grabdenkmälern und ihrer archivalischen Hinterlassenschaft sind weitere Beiträge gewidmet. Das wichtige Verhältnis zwischen Herrschaft und Untertanen und seine rechtliche Ausgestaltung wird in einem eigenen Beitrag angesprochen. Die Darstellung der Möglichkeiten der wirtschaftlichen Nutzung eines Rittergutes und die Schilderung der Gestaltung privater und politischer Lebensverhältnisse des Adels im 19. Jahrhundert sowie die Untersuchung der für den Raum am oberen Neckar bedeutsamen historischen Interessen der Familie von Ow beschließen den Band, der in seinem breiten Themenspektrum unterschiedliche Aspekte von Bedeutung, Einfluß und Wirkung einer adligen Familie im Raum des oberen Neckar sichtbar machen möchte. So sind Genealogie und Epigraphik, Siedlungsgeographie, Denkmalpflege und Kunstgeschichte, frühneuzeitliche Verfassungsgeschichte und Agrargeschichte wichtige Themenbereiche, die neben der Adels- und Sozialgeschichte in diesem Band behandelt werden.
Es war das Band der Familie, mit dem es gelang, über alle politischen und sozialen Veränderungen hinweg Kontinuität zu schaffen. Kontinuität im Wandel ist auch das thematische Band, das die vielfältigen Aspekte dieser Geschichte der Freiherren von Ow zusammenschließt.




