Sommersemester 2006
Vorlesung: Geschichte der Schweiz
Professor Dr. Franz Quarthal
Raum: M 2.02 Zeit: Mi 11:30-13:00 Uhr
Beginn: 26. April 2006
Inhalt: Die Geschichte der zu Ende des Hochmittelalters entstandenen Schweizer Eidgenossenschaft als einem "freien Gemeinwesen" hat besonders im 19. Jahrhundert eine große Faszination ausgeübt. Die im Zusammenhang mit dem Jubiläumsjahr entstandenen Publikationen haben eine nüchterne, dennoch aber spannende neue Perspektive auf-gezeigt. In der Vorlesung soll ein Überblick über die Geschichte der Schweiz vom Beginn bis ins 20. Jahrhundert gegeben werden.
Literatur: Schweizer, 3 Bde., Basel, Frankfurt 19913. Blickle, Peter: Friede und Verfassung, Voraussetzungen und Folgen der Eid-genossenschaft von 1291, in: Innerschweiz und frühe Eid-genossenschaft, Bd. 1, 1900. Bohnenblust, Ernst: Geschichte der Schweiz, Zürich 1974.Greyerz, Hans v. u. a.: Geschichte der Schweiz. München 1991 (= dtv 4570). Handbuch der Schweizer Geschichte, Bde. 1-2, Zürich 19802. Im Hof, Ulrich: Geschichte der Schweiz, Stuttgart 19976 (= Urban-Taschen-bücher).
Materialien (passwortgeschützt)
Sonstiges: Scheinanforderungen: Im Rahmen des Bachelor-Studiengangs ist eine 15minütige mündliche Prüfung am Ende des Semesters abzulegen. Mündliche Vorlesungsprüfungen finden an zwei Terminen, einer zu Ende des Semesters, einer in den Semesterferien, statt.
Proseminar (mit Tutorium): Die Hirsauer Reform und der Investiturstreit in Südwestdeutschland (1050-1100)
Daniel Kirn M. A.
Raum: M 17.81 Zeit: Do 8.00-9.30 Uhr
Beginn: 27. April 2006
Inhalt: Das thematische Proseminar richtet sich an Studierende des Grundstudiums, die sich mit mittelalterlicher Geschichte beschäftigen möchten. Wir werden uns dabei vor allem mit dem Kloster Hirsau und der nach ihm benannten Hirsauer Klosterreform auseinandersetzen wie auch mit den Aus-wirkungen des Investiturstreites in Südwestdeutschland.
Literatur: St. Peter und Paul 1091–1991, hg. v. Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, Stuttgart 1991 (= Forschungen und Berichte der Archäologie des Mittelalters in Baden-Württemberg 10).
Materialien (passwortgeschützt)
Sonstiges: Um vorige Anmeldung in Raum 9.24 oder per E-Mail an daniel.kirn@po.hi.uni-stuttgart.de bis spätestens 20. April 2006 wird gebeten. Das obligatorische Tutorium zum Proseminar findet wöchent-lich Mi 14.00-15.30 Uhr im Raum M 17.96 statt. Scheinanforderungen: Regelmäßige, engagierte und aktive Teilnahme. Referat (10 Minuten) mit PowerPoint-Unterstützung, Klausur (90 Minuten) und Hausarbeit (10-15 Seiten). Teilnahme am Tutorium. Der Schein zählt als Prüfungsteilleistung Mittlere Geschichte.
Proseminar (mit Tutorium): Durch Grenzen geteilt – Franken und die Entstehung der Königreiche Bayern und Württemberg muß leider aufgrund mangelnder Teilnehmerzahl leider entfallen. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Daniel Kirn M. A.
Raum: M 17.94 Zeit: Fr 9.45-11.15 Uhr
Beginn: 28. April 2006
Inhalt: Das thematische Proseminar führt in die Grundlagen des historischen Arbeitens ein und widmet sich der Geschichte der Region Franken im Zeitalter Napoleons. Auf Quellen fußend wollen wir den Übergang der Region an die neu entstehenden Königreiche Württemberg und Bayern untersuchen und gemeinsam nachvollziehen.
Literatur: Auszugsweise zu lesen: Spindler, Max: Handbuch der bayerischen Geschichte, Bd. III,1: Franken zum Ausgang des 18. Jahrhunderts, München 19973. Handbuch für baden-württembergische Geschichte, hg. v. d. Kommission für geschichtliche Landeskunde, Bd. 2: Die Territorien im Alten Reich, Stuttgart 1995, und Bd. 3: Vom Ende des alten Reiches bis zum Ende der Monarchien, Stuttgart 1993.
Sonstiges: daniel.kirn@po.hi.uni-stuttgart.de bis spätestens 21. April 2006 wird gebeten. Das obligatorische Tutorium zum Proseminar findet wöchentlich Mi 9.45-11.15 Uhr im Raum M 17.98 statt. Scheinanforderungen: Regelmäßige, engagierte und aktive Teilnahme. Referat (10 Minuten) mit PowerPoint-Unterstützung, Klausur (90 Minuten) und Hausarbeit (10-15 Seiten). Der Schein zählt als Prüfungsteilleistung Neuere Geschichte.
Lektürekurs: Neutralität in der Geschichte der Europas muß leider aufgrund mangelnder Teilnehmerzahl leider entfallen. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Professor Dr. Franz Quarthal
Raum: Landesgeschichtliche Abteilung der Institutsbibliothek Zeit: Di 14.00-15.30 Uhr
Beginn: 2. Mai 2006
Inhalt: Inmitten der Konflikte Europas wurde immer wieder versucht, Neutralität zu bewahren. In dem Lektürekurs werden franzö-sische Texte zur Entwicklung des Gedankens der Neutralität gelesen und interpretiert.
Literatur: Handbuch der Schweizer Geschichte, Bde. 1-2, Zürich 19802. Bonjour, Edgar: Geschichte der schweizerischen Neutralität, 6 Bde. und 3 Bde. Dokumente, Basel 1970-19765. Dutoit, Bernard: La Neutralité Suisse à l'Heure Européenne, Préface de Charles Rousseau, Paris 1962 (= Bibliothèque du Droit International XXIV). Gorgé, Camille: La Neutralité Helvétique, Son Évolution Politique et Juridique des Origines à la Seconde Guerre Mondiale, Zürich 1947. Kurz, Hans Rudolf: Bewaffnete Neutralität, Die militärische Bedeutung der dauernden schweizerischen Neutralität, Frauenfeld, Stuttgart 1967. Straessle, Léon E.: Die Entwicklung der schweizerischen Neutralität, Diss. iur. Freiburg i. Ue, 1951.
Sonstiges: Fähigkeit zur Übersetzung französischer Texte (unter Zuhilfe-nahme von Lexika) wird vorausgesetzt. Scheinanforderungen: Kurzreferat und dreistündige Klausur mit Interpretationsfragen.
Hauptseminar: "Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern". Schweizer Geschichte in der Neuzeit. Mythos und Wirklichkeit.
Professor Dr. Franz Quarthal
Raum: M 17.52, M 9.21 (Dienstzimmer Quarthal) Zeit: Do 09:45-11:15 Uhr (mit Beratungstutorium 12.15-13.00 Uhr)
Beginn: 27. April 2006
Inhalt: Die Schweiz war in der Neuzeit in vielfältiger Weise ein besonderes Land. Stärkste Militärmacht im 15. Jahrhundert, wurde sie im 16. Jahrhundert durch konfessionelle Spaltung gelähmt. Mit der Ausbildung der reformierten Glaubens-richtung hat sie einen zentralen Beitrag zur Entwicklung Europas geleistet. Ihre Staatswerdung erfolgte unter besonderen Vorzeichen. Im 19. Jahrhundert wird sie durch Reisende zur demokratischen Musterlandschaft umgedeutet. In dem Seminar sollen die besondere Geschichte der Schweiz, die Entwicklung im Europa des 19. Jahrhunderts und der Schweizer Sonderweg im 20. Jahrhundert verfolgt werden.
Literatur: Andrey, Georges u. a.: Geschichte der Schweiz und der Schweizer, 3 Bde., Basel, Frankfurt 19913. Blickle, Peter: Friede und Verfassung, Voraussetzungen und Folgen der Eidgenossenschaft von 1291, in: Innerschweiz und frühe Eid-genossenschaft, Bd. 1, 1900. Bohnenblust, Ernst: Geschichte der Schweiz, Zürich 1974. Greyerz, Hans v. u. a.: Geschichte der Schweiz, München 1991 (= dtv 4570). Handbuch der Schweizer Geschichte, Bde. 1-2, Zürich 19802. Im Hof, Ulrich: Geschichte der Schweiz, Stuttgart 19976 (= Urban-Taschen-bücher 188).
Materialien (passwortgeschützt)
Sonstiges: Referate sollen mit multimedialer Unterstützung (z. B. Power-Point) vorgetragen werden. Scheinanforderungen: Mündliches Referat, das zu einer schriftlichen Hausarbeit (ca. 15 S.) auszuarbeiten ist.
Kolloquium für Examenskandidaten
Professor Dr. Franz Quarthal
Raum: Landesgeschichtliche Abteilung der Institutsbibliothek Zeit: Di 16.00-17.30 Uhr
Termine: Dienstag, 2. Mai 2006, 16.00 Uhr, Dienstag, 9. Mai 2006, 16.00 Uhr, Dienstag, 23. Mai 2006, 16.00 Uhr, Dienstag, 13. Juni 2006, 16.00 Uhr, Dienstag, 4. Juli 2006, 16.00 Uhr, Dienstag, 11. Juli 2006, 16.00 Uhr.
Inhalt: Im Kolloquium werden laufende Forschungsarbeiten und neuere Literatur besprochen. Eine Einladung mit Programm ergeht zu Beginn des Semesters.
Sonstiges: Teilnahme nur auf persönliche Einladung.
Landesgeschichtliches Oberseminar
Professor Dr. Franz Quarthal
Raum: Landesgeschichtliche Abteilung der Institutsbibliothek Zeit: Do 18.00-20.00 Uhr
Beginn:
Inhalt: In dem Oberseminar werden laufende Forschungsarbeiten und neuere Literatur besprochen. Eine Einladung mit Programm ergeht zu Beginn des Semesters.
Sonstiges: Teilnahme nur auf persönliche Einladung.
Übung: Quellen zur Geschichte Südwestdeutschlands im Hauptstaatsarchiv Stuttgart
Dr. Bernhard Theil
Raum: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Konrad-Adenauer-Str. 4 Zeit: Do 16.00-17.30 Uhr
Beginn:
Inhalt: In der Übung sollen repräsentative Originaldokumente aus dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart (mit Transkription bzw. Über-setzung) zu wichtigen Epochen und Bereichen der südwest-deutschen Landesgeschichte, vor allem der Territorial-und Verfassungsgeschichte, vom Hochmittelalter bis zum frühen 20. Jahrhundert gemeinsam gelesen und interpretiert werden. Die Übung ist auch als Einführung in die Landesgeschichte sowie in die Beständestruktur des Hauptstaatsarchivs Stuttgart gedacht und verlangt keine Vorkenntnisse.
Literatur: Historischer Atlas von Baden-Württemberg, hg. v. d. Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg, Stuttgart 1972-1988 (Karten mit Beiworten). Das Land Baden-Württemberg, Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden, 1974-1983, 8 Bde., darin: Abschnitt "Landesgeschichte" (Band I, S. 135-263). Handbuch der Geschichte Baden-Württembergs, 1992-2003.
Sonstiges: Sprechstunde nach der Übung. Scheinanforderungen: Mitarbeit, Vorbereitung ausgegebener Texte, eventuell Über-nahme eines Kurzreferats.
Übung (Blockveranstaltung): "Siedlungsgeschichte Südwestdeutschlands von der Spätantike bis ins hohe/späte Mittelalter"
Dr. Jochem Pfrommer
Raum: M 2.02 Zeit: 10.00-16.00 Uhr
Beginn: 31. Juli 2006 (Institutsbibliothek) und 9. August 2006 (M 17.94).
Inhalt: Siedlungsraum und Kulturlandschaft sind in ihrer Genese vielfältigen Einflüssen, Veränderungen und Entwicklungen unterworfen. In der Übung wird die Siedlungsgeschichte Südwestdeutschlands von der Spätantike bis ins hohe bzw. späte Mittelalter auf der Basis archäologischer Quellen behandelt. Die Teilnehmer sollen dabei einen Überblick über die Genese dieses Siedlungsraums erhalten. Daneben werden Fragen der Kontinuität und der Struktur von Siedlungsplätzen erörtert. Insbesondere der Zusammenbruch der römischen Herrschaft sowie die "Stadtgründungswelle" des 13. Jahrhunderts bringen einschneidende Änderungen im Siedlungsgefüge mit sich. Im Zusammenhang mit der Übung ist die Durchführung einer Exkursion geplant. Zum Erwerb eines Scheins ist die Übernahme eines Referats notwendig.
Literatur: H. Böhme (Hrsg.), Die Salier, Siedlungen und Landesausbau zur Salierzeit. Teil 2: In den südlichen Landschaften des Reiches (Sigmaringen 1992). Ch. Bücker/M. Hoeper/M. Höneisen/M. Schmaedecke, Hof, Weiler, Dorf. Ländliche Siedlungen im Südwesten. In: Die Alamannen. Begleitband zur Ausstellung 'Die Alamannen' (Stuttgart 1997) 311-322. Imperium Romanum. Roms Provinzen an Neckar Rhein und Donau. Ausstellungskatalog (Esslingen am Neckar 2005). Besonders die Beiträge S. 270ff., 452ff. und 463ff. R. Schreg, Archäologische Studien zur Genese des mittelalterlichen Dorfes in Südwestdeutschland. Arch. Nachrbl. 7, 2002, 329-335. R. Schreg, Ländliche Siedlungen in Schwaben. - Strukturwandel zum Jahr 1000? In: B. Scholkmann/S. Lorenz (Hrsg.), Schwaben vor 1000 Jahren (Filderstadt 2002) 216-238. H. Steuer, Standortverschiebungen früher Siedlungen - von der vorrömischen Eisenzeit bis zum frühen Mittelalter. In: G. Althoff u.a. (Hrsg.), Person und Gemeinschaft im Mittelalter (Sigmaringen 1988) 25-59.
Sonstiges: Termine: Sa 23. Juni 2006, Beginn: 12.00 Uhr. Do 24 Juni 2006: Exkursion nach Rottenburg und Hechingen. Sa 7. Juli 2006.
