Sommersemester 2005
Vorlesung: Von der Weimarer Republik bis zur Konsolidierung Baden-Württembergs. Südwestdeutsche Geschichte von 1918 bis 1972
Professor Dr. Franz Quarthal
Raum: M 2.02 Zeit: Mi 11.30-13.00 h
Beginn:
Inhalt: Das Ende der Monarchien in Württemberg und Baden nach dem Ersten Weltkrieg bedeutete einen tiefen Einschnitt in Geschichte und Tradition des deutschen Südwestens. Die Vorlesung will die wesentlichen Etappen südwestdeutscher Geschichte in der Weimarer Republik, dem Dritten Reich, der Nachkriegszeit und dem Aufbau Baden-Württembergs darstellen.
Literatur: Handbuch der baden-württembergischen Geschichte. Bd. 4: Die Länder seit 1918. Hrsg. Im Auftrag der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg v. Hansmartin Schwarzmaier und Meinrad Schaab (†), Stuttgart 2003.
Materialien (passwortgeschützt)
Sonstiges: Scheinerwerb für die Zwischenprüfung: Mündliche Vorlesungsprüfung (15 Minuten). Sie findet an zwei Terminen, einer zu Ende des Semesters, einer in den Semesterferien, statt.
Proseminar: "Schwaben, wer hat euch betäubt, dass ihr nicht im Lande bleibt?" - Auswanderung aus Südwestdeutschland im 19. Jahrhundert
Daniel Kirn M. A.
Raum: Zeit: Freitag 9:30 Uhr bis 11:15 Uhr
Beginn:
Inhalt: Das thematische Proseminar führt in die Grundlagen des historischen Arbeitens ein; im Vordergrund steht dabei die Auswanderung aus Südwestdeutschland während des 19. Jahrhunderts. Die vielfältigen Motive zur Auswanderung, den Weg der Auswanderung sowie das Leben in der neuen Welt sollen anhand von Quellen erarbeitet werden.
Literatur: Überblick in: Handbuch für baden-württembergische Geschichte, hrsg. von Hansmartin Schwarzmaier, Band 3: Vom Ende des Alten Reiches bis zum Ende der Monarchien, Stuttgart 1992, S. 505-513.
Materialien (passwortgeschützt)
Sonstiges: Scheinerwerb: Referat, Klausur und Hausarbeit. Die Referate müssen mit PowerPoint unterstützt werden. Ein entsprechendes online-Tutorium finden Sie unter: http://www.uni-stuttgart.de/hi/lg/lehre/lehrveranstaltungen_archiv/ws2003_2004/lehrveranstaltungen_powerpointschulung/index.html
Hauptseminar: Vorgeschichte und Geschichte Baden-Württembergs von 1945 bis zum Landesjubiläum 2002
Professor Dr. Franz Quarthal
Raum: Zeit: Do 9.45 - 11.15. 3-stündig (mit Beratungstutorium)
Beginn:
Inhalt: Der Neuaufbau des politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens im deutschen Südwesten war nach 1945 wegen seiner Aufteilung in verschiedene Besatzungszonen und der Zertrennung der alten Länder Baden, Württemberg und Hohenzollern schwieriger als in anderen Regionen der Bundesrepublik. Die Nachkriegsjahre waren in den französischen Besatzungszonen Baden und Württemberg-Hohenzollern anders geprägt als in der amerikanischen Zone Württemberg-Baden. Die Südweststaatsfrage band viele Energien. Besatzung, Nachkriegszeit, Flüchtlingswesen und der Aufbau des neuen Bundeslandes sollen in dem Seminar untersucht werden. Die Umgestaltung des Schulwesens, der Ausbau der Hochschulen, die Studentenunruhen, Ausbau der Wirtschaft, Rundfunklandschaft und Entwicklung der Parteienlandschaft sollen zur Sprache kommen.
Literatur: Handbuch der baden-württembergischen Geschichte. Bd. 4: Die Länder seit 1918. Hrsg. Im Auftrag der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg v. Hansmartin Schwarzmaier und Meinrad Schaab (†), Stuttgart 2003.
Materialien (passwortgeschützt)
Sonstiges: Bedingung für den Erwerb eines Seminarscheines ist die Übernahme eines Referates, das vorgetragen wird und in schriftlicher Form als Hausarbeit abzugeben ist. Die Referate werden mit den jeweiligen Referenten jeweils vor dem Seminar vorbesprochen.
Übung: Einführung in die historische Kartographie
Professor Dr. Franz Quarthal
Raum: Bibliotheksraum Landesgeschichte Zeit: Do 14.00-15.30 Uhr
Beginn:
Inhalt: Historische Sachverhalte sind ohne ihren geographischen Hintergrund nicht zu verstehen. Die Historische Kartographie hat dafür ein vorzügliches Instrumentarium entwickelt. Im Gegensatz dazu geht die Zahl der verfügbaren Geschichtsatlanten und der im Schulunterricht verwendeten Karten zurück. Die Übung soll in die Geschichte der Historischen Kartographie einführen und die wichtigsten Kartographen und ihre Werke vorstellen. Dazu werden die wichtigsten historischen Kartenwerke und ihre praktische Verwendbarkeit vorgeführt. Im praktischen Teil soll die Umsetzung historischer Sachverhalte in ein Kartenbild geübt werden.
Literatur: Kartographie : {Visualisierung raum-zeitlicher Informationen} / Günter Hake ; Dietmar Grünreich ; Liqiu Meng. - 8., vollst. neu bearb. und erw. Aufl., Berlin 2002; Bibliographie zur Kartengeschichte von Deutschland und Osteuropa. Eine Auswahl des kartographischen Schrifttums mit einem Exkurs über Landkartenpreise im 18. Jh. im Vergleich zu anderen Kosten / Eckhard Jäger. - Lüneburg 1978; Weltbild - Kartenbild : {Geographie und Kartographie in der frühen Neuzeit} ; Ausstellung aus den Beständen der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen ; Paulinerkirche, historisches Gebäude der SUB, 24.2. - 7.4.2002 / bearb. von Mechthild Schüler. Hrsg. von Elmar Mittler, 2., durchges. Aufl., Göttingen : Niedersächsische Staats- und Univ.-Bibliothek, 2002. - 94 S. : Ill., Kt.; (dt.) (Göttinger Bibliotheksschriften ; 19) Fischer, Albert (Hrsg.), Daniel Specklin (1536-1589). Straßburger Stadtbaumeister, europäischer Festungsingenieur, Kartograph und Chronist. Ein Mann der Renaissance, Sigmaringen 1996; Die Geschichte der Kartographie des deutschen Südwestens / Ruthardt Oehme. - Konstanz ; Stuttgart : Thorbecke, 1961. - 168 S. : zahlr. Ill., Kt.; (dt.) (Arbeiten zum historischen Atlas von Südwestdeutschland / Kommission für Geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg ; 3).
Sonstiges: Zum Erwerb eines Scheins die Übernahme eines Referates erforderlich. Es kann auch eine Geschichtskarte zu einem selbstgewählten Thema angefertigt werden.
Landesgeschichtliches Oberseminar
Professor Dr. Quarthal
Raum: Bibliotheksraum Landesgeschichte Zeit: 18.00 h
Beginn: 19.4.05
Inhalt: Besprechung von Examensarbeiten und Dissertationen sowie aktueller Forschungsprobleme.
Literatur
Sonstiges: Achtung: geänderte Termine:
Mittwoch, 25. Mai 2005, 18.00 Uhr
Magda Fischer: Bibliothekskataloge in Südwestdeutschland
Mittwoch, 1. Juni 2005, 18.00 Uhr
Ralf Spicker: Industrielles Design am Bodensee
Mittwoch, 15. Juni 2005, 18.00 Uhr
Ulrich Windhab: Wallfahrt und Funktion. Beichtvater David Fuchs und die Genossenschaft der Franziskanerinnen an der alten Wallfahrt Heiligenbronn
Mittwoch, 6. Juli 2005, 18.00 Uhr
Ludwig Stark:Regionale Jugendkultur der 60er Jahre
Übung: Landes-, regional- und lokalgeschichtliches Vorgehen im Geschichtsunterricht
Dr. Werner Abelein
Raum: Abteilungsbibliothek Landesgeschichte (Zugang über 8. Stock) Zeit: Do 15.45 Uhr - 17.15 Uhr
Beginn: 21.04.05
Inhalt: Die Arbeit mit landes-, regional- und lokalgeschichtlichen Ansätzen nimmt im gymnasialen Geschichtsunterricht eine zentrale Stelle ein. Von hier aus führt die Übung allgemein in die Fachdidaktik ein und dient auch der Vor- und Nachbereitung des "Praxissemesters".
Literatur: Sauer, Michael: Geschichte unterrichten, eine Einführung in die Didaktik und Methodik, Seelze 2001.
Sonstiges: Bedingungen für den Scheinerwerb: Neben angemessener Mitarbeit innerhalb der Übung ein Referat.
Übung mit Exkursion: Archäologische Feldarbeit
Dr. Rainer Schreg
Raum: Bräunisheim (kostenlose Übernachtungsmöglichkeit) Zeit: Vorbesprechung der Übung mit Exkursion: 15. Juli 2005, um 15.30 Uhr in der Institutsbibliothek Landesgeschichte (K II, 9. Stock, Zugang über Haupteingang im 8. Stock). Die Übung selbst umfaßt zwei Wochenenden (Sa/So), und zwar 17. und 18. September 2005 sowie 1. und 2. Oktober 2005, und findet in Bräunisheim statt.
Beginn:
Inhalt: Ziel ist es, mittels Feldbegehungen auf der östlichen Schwäbischen Alb weitere Anhaltspunkte für die mittelalterliche Siedlungslandschaft zu erhalten. Wir würden dabei bereits laufende Untersuchungen fortführen, die u. a. bereits zur Entdeckung zweier Verhüttungsplätze geführt haben. Neben Feldbegehungen könnte u. U. die Vermessung einer wohl spätmittelalterlichen "Einhegung" vorgenommen werden.
Literatur: werden bei der Vorbesprechung bekanntgegeben
Sonstiges: Bedingungen für den Scheinerwerb: aktive Mitarbeit sowie Referat oder Hausarbeit (max. 10 Seiten). Für aktuelle Informationen bitte Aushänge beachten bzw. Homepage: www.uni-stuttgart.de/hi/lg.
"Spuren menschlichen Handelns, Wollens und Erleidens". Eine Einführung in die Archivalienkunde und Paläografie anhand der Ständigen Ausstellung im Hauptstaatsarchiv Stuttgart
Dr. Robert Kretzschmar
Raum: Hauptstaatsarchiv Stuttgart: Konrad-Adenauer-Str. 4, 70173 Stuttgart Zeit: Blockseminar: 10. und 17. Juni sowie 1., 8. und 15. Juli 2005, jeweils 14.15 bis 16.45 Uhr
Beginn: 21.04.05
Inhalt: Die völlig neu bearbeitete Ständige Ausstellung im Hauptstaatsarchiv Stutttgart soll Studierenden eine Einführung in die Archivalienkunde geben. In der Übung werden die Inhalte der Ausstellung nachvollzogen. Dabei bietet sie auch eine Einführung in die Paläografie vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert, indem einzelne Exponate gemeinsam gelesen, schriftgeschichtlich sowie formenkundlich bestimmt und als Beispiel einer bestimmten Quellenart interpretiert werden. In Verbindung damit werden auch Fragen der Archivbenutzung und der Präsentation von Archivalien erörtert. Gemeinsam sollen Arbeitsblätter erarbeitet werden, die Studierende bei der Aneignung der Ausstellungsinhalte unterstützten sollen.
Literatur: Spuren menschlichen Wollens, Handelns und Erleidens. Katalog zur Ständigen Ausstellung des Hauptstaatsarchivs Stuttgart. Bearbeitet von Robert Kretzschmar. Stuttgart 2004.
Sonstiges: Um vorherige Anmeldung in der Abt. Landesgeschichte bis zum 3. Juni 2005 wird gebeten (eva.hoffmann@po.hi.uni-stuttgart.de). Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Diese Übung für alle Semester ist auch für Studierende im B.A.-Studiengang geeignet. Anforderungen für den Scheinerwerb: Für einen benoteten Schein ist ein Kurzreferat (Bearbeitung eines Textstücks in Form einer Transkription) erforderlich, ansonsten Teilnahmeschein zu den üblichen Bedingungen. Im Rahmen der Lehrveranstaltung findet auch eine Führung durch das Hauptstaatsarchiv Stuttgart statt. Sprechstunde: nach Vereinbarung.
Paläographie der frühen Neuzeit
Dr. Bernhard Theil
Raum: Hauptstaatsarchiv Stuttgart: Konrad-Adenauer-Str. 4, 70173 Stuttgart Zeit: donnerstags, 16.00 Uhr - 17.30 Uhr
Beginn: 21.04.05
Inhalt: In der Übung sollen ausgewählte Originalquellen des 16. - 18. Jahrhunderts aus dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart gemeinsam gelesen und interpretiert werden. Die Übung soll die Fähigkeit vermitteln, einfache bis mittelschwere Texte aus der betreffenden Zeit lesen und verstehen zu können. Vorkenntnisse werden nicht erwartet.
Literatur: Friedrich Beck, Schrift, in: Die archivalischen Quellen. Mit einer Einführung in die Historischen Hilfswissenschaften. Hg. von Friedrich Beck und Eckart Henning, Köln-Weimar-Wien 2003 3. Auflage S. 179-230Dülfer, Kurt/Korn, Hans-Enno, Schrifttafeln zur deutschen Paläographie des 16. bis 20. Jahrhunderts, bearb. von Karsten Uhde, 10. überarb. Auflage Marburg 2000 (Veröffentlichungen der Archivschule Marburg 2)
Materialien (passwortgeschützt)
Sonstiges: Sprechstunde nach der Übung.
"Werkstatt Stadtgeschichte". Projektseminar zur Geschichtsdidaktik und Museumspädagogik
Dr. des. Caroline Gritschke
Raum: Institutsbibliothek, Abteilung Landesgeschichte Zeit: freitags11:30 Uhr - 13:00 Uhr
Beginn: 15.04.05
Inhalt: Die Übung beschäftigt sich mit der Theorie und Praxis der Geschichtsvermittlung, die in unterschiedlichen Bereichen der Berufspraxis für Historiker/innen von Bedeutung ist. Ausstellungen, Institutionen der Jugend- und Erwachsenenbildung sowie Schulen als Handlungsfelder, in denen "Geschichtsbewusstsein" hergestellt wird, sollen dabei im Mittelpunkt stehen. Nachgedacht wird über die theoretischen Anforderungen einer Transformation von historischen Forschungsergebnissen in Präsentationen für die außeruniversitäre Öffentlichkeit. Die konzeptionellen Überlegungen zu einer Vermittlung, die die "Textur der Erinnerung" (James E. Young) offen legte, wird praktisch stadtgeschichtlichen Themen erprobt. Im Rahmen der Übung wird ein Museumskoffer konzipiert und realisiert sowie ein interaktives Ausstellungsprojekt mit Jugendlichen wissenschaftlich begleitet.
Literatur: wird in der Lehrveranstaltung bekanntgegeben
Materialien (passwortgeschützt)
Sonstiges: Diese Übung für alle Semester ist insbesondere für Studierende im B.A.-Studiengang geeignet.Um vorherige Anmeldung in der Abt. Landesgeschichte wird gebeten (eva.hoffmann@po.hi.uni-stuttgart.de). Anforderungen für den Leistungsnachweis ("Schein"): werden in der Lehrveranstaltung bekanntgegeben.
