Sommersemester 2002
Lektürekurs (mit Exkursion) "Quellen zur französischen Besatzungspolitik in Deutschland"
Professor Dr. Franz Quarthal
Raum: Institutsbibliothek, Abt. Landesgeschichte. Do 14.00-15.30 h,
Beginn: 18.4.2002.
Erst spät wurde Frankreich von den drei anderen Alliierten eine eigene Besatzungszone zugebilligt. Quellen zu dieser Auseinandersetzung wie zur Einrichtung der Besatzungszonen, die neben Sektoren in Berlin und Wien, Teile der ehemaligen preußischen Rheinprovinz, der bayerischen Pfalz, Badens, Württembergs, Bayerns, Vorarlberg und Tirol umfassten, sowie Texte zur französischen Besatzungspolitik bis zum deutsch-französischen Freundschaftsvertrag sollen gelesen und interpretiert werden. Mit dem Lektürekurs ist eine zweitägige Exkursion zum Archiv der Besatzungszeit in Colmar (Archives de l'Occupation) verbunden, um Originalquellen einzusehen. Der Termin wird zu Beginn des Semesters bekanntgegeben.
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Vorlesung "Vorgeschichte und Geschichte Baden-Württembergs 1945-1980"
Professor Dr. Franz Quarthal
Raum: M 2.02 Mi 11.30-13.00 h,
Beginn: 17.4.2002.
Als einzige geglückte Neubildung eines Bundeslandes in der Bundesrepublik Deutschland bildet Baden-Württemberg eine Ausnahme unter den Bundesländern der Bundesrepublik. In der Vorlesung sollen die Vorgeschichte des Landes auf Grund der Einteilung der Besatzungszonen, die unterschiedlichen politischen Vorgaben, die durch die Zugehörigkeit zur amerikanischen und französischen Besatzungszone gegeben waren, die Bildung der Vorgängerländer, die Neugliederung, die Verfassung und Parteienlandschaft, die Flüchtlingsfrage, die Medienlandschaft, die Schulfrage, die Studentenrevolte von 1968 und die Hochschulreform sowie die Verwaltungsreform und die Konstruktion der Mentalität der Baden-Württemberger untersucht werden.
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Sonstiges
Landesgeschichtliches Oberseminar
Professor Dr. Franz Quarthal
Raum: Institutsbibliothek, Abt. Landesgeschichte Do 18.00-19.30 h (14-tägig),
Beginn: 18.4.2002.
In dem Seminar werden Examensarbeiten (Magister- und Wissenschaftliche Arbeiten für die Wissenschaftliche Prüfung für das Lehramt an Gymnasien), Dissertationen und landesgeschichtliche Forschungsprojekte vorgestellt und besprochen.
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Examenskolloquium
Professor Dr. Franz Quarthal
Raum: Institutsbibliothek, Abt. Landesgeschichte Termine: 18.04.2002, 02.05.2002, 16.05.2002, 06.06.2002, 20.06.2002, 11.07.2002, jew. 14:00 Uhr
Das Kolloquium gibt Examenskandidatinnen und -kandidaten die Möglichkeit, ihre Prüfungsgebiete zu besprechen, Forschungsliteratur und Forschungsprobleme im Hinblick auf die Prüfung zu erörtern.
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Übung (mit Exkursion) "Stadtarchäologie - Auswertung und Interpretation eines Fundkomplexes"
lDr. Andrea Bräuning und Dr. des. Rainer Schreg
Raum: Institutsbibliothek, Abt. Landesgeschichte per Aushang
Am Beispiel eines kleinen Fundkomplexes aus dem mittelalterlichen Ulm sollen Einblicke in die Auswertung archäologischer Grabungen und ihrer Funde gegeben werden. Die Teilnehmer sollen versuchen, archäologische Funde einzuordnen und den Umgang mit einer archäologischen Befunddokumentation kennenlernen. Die Übung zeigt damit Möglichkeiten und Grenzen der Stadtarchäologie.
Literatur: G. P. Fehring, Die Archäologie des Mittelalters. Eine Einführung (Stuttgart: Theiss 2000). - Stadtluft, Hirsebrei und Bettelmönch. Ausstellungskat. Stuttgart, Zürich 1992 (Stuttgart: Theiss 1993). - R. Schreg, Keramik aus Südwestdeutschland. Eine Hilfe zur Beschreibung, Bestimmung und Datierung archäologischer Funde vom Neolithikum bis zur Neuzeit (Tübingen 1998).
Im Rahmen der Übung soll eine Exkursion nach Ulm stattfinden. Die Übung wird als Blockveranstaltung (Fr, Sa, evtl. So) angeboten der Termin steht allerdings noch nicht fest.
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Übung "Die Entstehung der Landesherrschaft in weltlichem und geistlichem Gebiet im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit"
PD Dr. Gerhard Fritz
Bitte Raumänderung beachten: neu 17.23 Mo 15.45-17.15 h,
Beginn: 22.4.2002.
Die Entstehung der territorial verdichteten Landesherrschaft ist eines der grundlegenden Phänomene bei der Herausbildung des modernen Staates. Dabei handelt es sich um einen hoch komplizierten Prozess. Es soll darum gehen, die maßgeblichen Instrumente zur Entstehung der Landesherrschaft kennen zu lernen. Dabei soll, soweit möglich, auch eine Anzahl von Originalquellen im Hauptstaatsarchiv eingesehen werden, so dass man auch mit der alltäglichen Arbeitspraxis der Spätmittelalter- und Frühneuzeitforschung konfrontiert wird: Dem Umgang mit handschriftlichen, großenteils nicht edierten Quellen.
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Führung "Quellenspeicher Archiv. Ein Besuch im Hauptstaatsarchiv Stuttgart"
Dr. Robert Kretzschmar
Raum: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Konrad-Adenauer-Str. 4 Fr 3. Mai 2002, 14.00-17.00 h.
In Archiven wird ein wesentlicher Teil der Quellen verwahrt, die für die historische Forschung auswertbar sind. Die Führung soll einen allerersten Einblick in die Institution "Archiv" und die darin verwahrte Überlieferung vermitteln. Im Hauptstaatsarchiv Stuttgart lagern rund 20 000 Regalmeter Archivbestände, die vom Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart reichen, darunter alleine über 100.000 Urkunden und ca. 60.000 historische Karten und Pläne. Die Führung durch das Haus stellt den Öffentlichkeitsbereich (Lesesaal, Ausstellungsraum mit der Dauerausstellung), die Magazine und die Werkstätten (Repro- und Restaurierungswerkstatt) vor. Zum Schluß werden die verschiedenen Arten von Archivgut an Beispielen erläutert, wobei die Möglichkeit "zum Anfassen" besteht.
Literatur: Eckhart G. Franz, Einführung in die Archivkunde, 5. Aufl. 1999; Angelika Menne-Haritz, Schlüsselbegriffe der Archivterminologie. Lehrmaterialien für das Fach Archivwissenschaft, 1992; Friedrich Beck und Eckart Henning, Die archivalischen Quellen. Eine Einführung in ihre Benutzung, 3. Aufl. 2002. Eine umfangreiche Bibliographie wird in der Übung verteilt.
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Um Anmeldung im Seketariat Landesgeschichte bis zum 26.04.2002 wird gebeten.
Übung "Einführung in die Paläografie des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit. Schriftstücke aus dem württembergischen Hausarchiv"
Dr. Robert Kretzschmar
Raum: Hauptstaatsarchiv, Konrad-Adenauer-Straße 4 Blockseminar am 7., 14., 21. und 28. Juni 2002,
jew. 14.00-17.00 h.
Im Hauptstaatsarchiv Stuttgart wird das Hausarchiv der Grafen bzw. Herzöge bzw. Könige von Württemberg verwahrt, das zentrale Unterlagen nicht nur zur Biografie der einzelnen Mitglieder des Hauses, sondern auch zur württembergischen und allgemeinen Geschichte enthält. In der Übung werden einzelne Stücke aus dem Hausarchiv gelesen und unter Beachtung formenkundlicher Merkmale interpretiert. Neben der Einführung in die Paläografie der frühen Neuzeit vermittelt sie zugleich Grundkenntnisse der Aktenkunde und der Archivbenutzung. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Im Rahmen der Lehrveranstaltung findet auch eine Führung durch das Hauptstaatsarchiv statt.
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Sonstiges: Um Anmeldung im Sekretariat Landesgeschichte bis zum 14. Mai 2002 wird gebeten.
Übung "Quellen zur Säkularisation württembergischer Kloster"
Dr. Bernhard Theil
Raum: Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Konrad-Adenauer-Str. 4. Do 16.00-17.30 h,
Beginn: 18.4.2002.
In der Übung sollen repräsentative Archivalien zur Säkularisation württembergischer Klöster vom späten 18. bis zum frühen 19. Jahrhundert aus dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart gemeinsam gelesen und interpretiert werden. Die Übung "Quellen zur Säkularisation württembergischer Kloster" ist Teil des 100-online-Projekts der Abteilung Landesgeschichte: "Pfaffengold in Fürstenhand". Die behandelten Quellen stehen auf der Homepage zum Selbststudium zur Verfügung. In der Übung erarbeitete Transkriptionen werden im Laufe des Semesters eingestellt, so daß eine individuelle Lernkontrolle möglich ist.
Literatur:
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Sonstiges: Um Anmeldung im Sekretariat Landesgeschichte bis 10.4.2002 wird gebeten
