Forschung

 

Im Zentrum meiner Forschung stehen verflochtene und verbundene Geschichte(n). Diese ‘connected histories’ verbinden nicht nur globale geographische Regionen, ihre spezifischen Charakteristika und historischen Kontexte miteinander, sondern verknüpfen auch verschiedene kulturelle Räume und die dort ausgeübten sozialen Praktiken. Dabei komplementiere ich strukturelle, top-down Ansätze mit persönlichen, bottom-up Perspektiven, um eine multi-perspektivische Rekonstruktion historischer Gegebenheiten zu erreichen.

Meine gegenwärtige Forschung, ‘Globalisierung von unten: Zirkuläre Migration zwischen Südasien und Afrika, ca. 1850-2000’, kurz GloBe, untersucht Migrationen von Südasiat(inn)en nach Afrika, sowie ihre historischen Spuren, die Kontinuitäten und Transformationen ihrer Bewegungen, als auch die Ähnlichkeiten und Differenzen der Migrationen in unterschiedliche afrikanische Länder. In meiner Forschung unterscheide ich zwischen verschiedenen Migrationstypen, um ein neues Verständnis der zirkulären Migrationsbewegungen zwischen Südasien und Afrika zu erreichen. Dafür werden Quellen aus Archiven auf drei Kontinenten und die Analyse von oral-history-Interviews verwendet. Damit trage ich innovative Aspekte zur aktuellen Forschung bei: zum zirkulären Charakter von Migrationsbewegungen; zu intra-imperialen Verbindungen innerhalb der britischen und portugiesischen Kolonialreiche; zu den inter-/trans-imperialen Beziehungen zwischen den britischen und portugiesischen Kolonialreichen und von Mitte des 20. Jahrhunderts an zwischen Kolonialreichen und Nationalstaaten.