Forschungsschwerpunkte der Abteilungen

 

Abteilung Alte Geschichte:

Leitung: Professor Dr. Peter Scholz

In der Abteilung Alte Geschichte geht es neben der Lehre, die den Zeitraum vom 19. Jhd. v.Chr. bis zum Ende des Römischen Reichs im Westen und des Byzantinischen Reichs im Osten abdeckt, um die Forschung in speziell vier Bereichen: der Geschichte des frühen Hellenismus, der Geschichte des Pontischen Reiches, der Geschichte der Römischen Republik und der Historischen Geographie der Alten Welt.

Abteilung Mittlere Geschichte:

Leitung: Prof. Dr. Mark Mersiowsky

Im Bereich der Mittleren Geschichte werden in der Lehre sämtliche Disziplinen angeboten. Die laufenden Forschungsarbeiten gelten vorwiegend der politischen und kulturellen Geschichte der Stauferzeit, der spätmittelalterlichen Verfassungsgeschichte und der monastischen Reform im Hochmittelalter, der Geschichte der Kartographie und des Weltbildes, vornehmlich des Asienbildes, der Kulturbegegnung und des Reisens im Mittelalter.

Abteilung Neuere Geschichte:

Leitung: Professor Dr. Wolfram Pyta

Die Schwerpunkte der Abteilung für Neuere Geschichte liegen zum einen darin, die zentralen politischen Weichenstellungen der europäischen und deutschen Geschichte (Wiener Kongreß; Erster Weltkrieg; Untergang der Weimarer Republik; Holocaust) zu untersuchen. Zum anderen geht es darum, nach den kulturellen Ressourcen politischer Herrschaft zu fragen und zu diesem Zweck systematisch die Imaginationskraft speziell der Literatur für die Stiftung kollektiver Identität in den Blick zu nehmen.

Abteilung Geschichte der Frühen Neuzeit:

Leitung: Professor Dr. Joachim Bahlcke

Lehre und Forschung dieser Abteilung haben den Zeitraum zwischen Spätmittelalter und Französischer Revolution zu betreuen. Diese Aufgabe erfüllen die regelmäßig angebotenen Epochenvorlesungen. Darüber hinaus liegen besondere Schwerpunkte in der Sozial- und Verfassungsgeschichte sowie der Bildungs- und Mentalitätsgeschichte des alten Europa. Viele Fragestellungen und Methoden der Frühen Neuzeit lassen sich exemplarisch auf die Regionalgeschichte anwenden. Aus diesem Ansatz wurde in Stuttgart ein langfristig angelegtes Forschungskonzept zur schlesischen Geschichte entwickelt. Daraus ist der Projektbereich Schlesische Geschichte als besondere Forschungseinrichtung hervorgegangen. Inzwischen gilt die Kombination von Früher Neuzeit und schlesischer Geschichte als eine profilbildende Spezialisierung des Historischen Instituts.

Abteilung Landesgeschichte:

Leitung: Professorin Dr. Sabine Holtz

Aufgabe der Abteilung Landesgeschichte im Rahmen des Historischen Instituts der Universität Stuttgart ist es, das jeweils Spezifische und Typische in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur des deutschen Südwestens im Kontext der deutschen und europäischen Geschichte herauszuarbeiten. Landesgeschichte ist dabei von ihrem Selbstverständnis her epochenübergreifend, interdisziplinär und vergleichend angelegt. Unabdingbare Voraussetzung sind methodische Offenheit und Anschlussfähigkeit an aktuelle Wissensdiskurse. Chronologisch umfasst die Stuttgarter Landesgeschichte die Zeit vom Mittelalter bis zum frühen 20. Jahrhundert. Die Landesgeschichte eröffnet überdies die Möglichkeit, Studierende im nahen Raum frühzeitig an potentielle Berufsfelder der Landeshistoriker/innen heranzuführen und sie so bei der Schaffung strategischer Netzwerke zu unterstützen.

Abteilung Geschichte der Naturwissenschaft und Technik:

Leitung: Professor Dr. Klaus Hentschel

Die Abteilung für Geschichte der Naturwissenschaften und Technik bietet einen eigenen Bachelorstudiengang zu diesem Fach an. Die Lehre umfaßt das gesamte Gebiet der Naturwissenschafts- und Technikgeschichte von der Antike bis in die Gegenwart. In ihren Forschungsarbeiten konzentriert sich die Abteilung auf die Wissenschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, darunter z.B. Radioaktivitätsforschung bzw. optische Forschungstechnologien, visuelle Wissenschafts- und Technikkulturen; Netzwerke. Dabei werden auch geschlechtergeschichtliche Fragestellungen berücksichtigt.

Abteilung Wirkungsgeschichte der Technik:

Leitung: Professor Dr. Reinhold Bauer

Kontakt

 Die Abteilung „Wirkungsgeschichte der Technik“ beschäftigt sich mit den historischen Hintergründen und Folgen von Technikgenese- und Technisierungsprozessen.
Sie hinterfragt die spezifischen wirtschaftlichen, sozialen und politischen Konstellationen, die den Umgang mit Technik prägten und wie umgekehrt technische Innovationen die wirtschaftlichen und sozialen Strukturen, das Alltagsleben, die Kultur und das Denken beeinflusst haben. In ihren Forschungsarbeiten konzentriert sich die Abteilung auf Industrialisierungs- und Deindustrialisierungsprozesse, Technisierungsprozesse und deren Auswirkungen auf Produktion, Konsumtion, Arbeit, Alltag und Kultur, Technikgenese- sowie Innovationsprozesses und damit auch die Entstehung technischen Wissens sowie die weitreichenden wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Folgen und die gesellschaftliche Auseinandersetzungen um Technisierungsprozesse und in diesem Zusammenhang auch Gegenbewegungen zur technisierten Moderne."