Rückblick - Gewinnerin Schreibwettberb "Mein Girls´ Day" 2008
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Strömungsversuche, Luftwiderstand und WindkanalRebecca erstellte am Girls´ Day 2008 an der Universität Stuttgart Automodelle mit geringem Luftwiderstand, beschäftigte sich mit Strömungsversuchen und erfuhr was das "Schlierenverfahren" ist. Was sie erlebte erzählt sie hier. |
Ich habe mich am Girls´ Day 2008 für die Veranstaltung "Praktische Strömungsversuche am Windkanal" an der Universität Stuttgart entschieden, da ich fand, dass sich die Beschreibung der Veranstaltung sehr gut angehört hat und ich auch gerne Versuche mache. So musste ich diesmal nicht lange überlegen, was ich machen will.
Wir wurden herzlich empfangen und gingen gleich zu den zwei größten Windkanälen, die das Institut für Aerodynamik und Gasdynamik (kurz IAG) hat. Uns wurden erst einmal der Aufbau und die Versuche, die in den Windkanälen gemacht werden, erklärt. Es werden z. B. Maße für Flugzeugflügel ausgetüftelt, so dass diese wenig Luftwiderstand haben. Im Windkanal wird jedoch die Luft nicht herausgeblasen, sondern angesaugt. Wir stellten uns mit einem kleinen Flugzeugflügel aus Styropor in den größten Windkanal und konnten den Flügen mit nur einer Hand waagrecht halten. Es hat sehr viel Spaß gemacht.
Weiter ging es zur Schreinerwerkstatt, in der alle Modelle für die Versuche hergestellt werden. Von dort kamen wir in eine große Halle, in der der Luftweg an Autos vorbei mit Wind veranschaulicht wurde. Zuerst bei einem Auto, welches noch alle Ecken und Kanten hatte. Dort waren noch sehr viele Luftwirbel, die man mit Rauch sichtbar machen kann, zu sehen. Dann wurden uns in Zweier-Gruppen auch solche Autos zugeteilt. Wir sollten sie so schleifen, dass der Luftwiderstand sehr gering ist.
Aber erstmal haben wir eine kleine Pause mit Keksen und Getränken gemacht und dann ging es los... mit vorzeichnen, schleifen und anmalen... Wir testeten sie gleich und es sind dabei Autos mit sehr wenig Luftwiderstand entstanden.
Die nächste Station war der Keller, in dem das "Aquarium" steht. Dort werden im Wasser runde Wirbel produziert. Diese konnten wir in dem rötlichen Wasser sehr gut sehen.
Wir sind am größten Hörsaal der Uni, den wir auch kurz besichtigt haben, vorbei zur Mensa gelaufen. Das Essen war nicht so gut wie die bisherige Veranstaltung. auf dem Rückweg besuchten wir noch kurz eine kleinere Rakete, die in einem Treppenhaus steht und höher als das Space Shuttle fliegen kann.
Als wir wieder in der großen Halle des IAG waren, wurde uns in einem kleinen und dunklen Raum das Schlierenverfahren gezeigt und erklärt. Durch viele Spiegel, die in einer besonderen Anordnung festgeklemmt waren, wird Licht geleitet und so sieht man am Schluss auf einem Schirm Schlieren. Diese sind aber eigentlich nur Licht, in denen man die Wärme der Stoffe sieht.
Unsere Betreuer haben uns das mit vielen verschiedenen Gegenständen gezeigt, einem Fahrzeug, einer Kerze, einem Fön, einer Tasse heißem Wasser und auch nur mit einer warmen Handfläche. Danach wurde eine Kamera eingesetzt und wir durften den Versuch auch mit einer Kerze nachmachen. Diese tollen Fotos konnten wir mit nach Hause nehmen.
Anschließend besuchten wir noch eine Computersimulation, bei der wir 3D-Brillen aufziehen mussten und so alles räumlich sehen konnten. Mit einer besonderen Brille hatte man den Eindruck, dass sich die Muster auf dem Bildschirm immer mitdrehen, auch wenn man sich im Raum bewegte. Wir hatten das Gefühl immer den besten Sichtwinkel zu haben. Eigentlich waren mit uns mehr Computersimulationen geplant, aber der Computer war überlastet und ist immer abgestürzt, weil noch jemand an ihm gearbeitet hat. So konnten wir leider nicht weitermachen.
Da war der Girls´ Day leider schon vorbei und wir sind heimgegangen. Der Tag war sehr schön und wird lange in meinen Erinnerungen bleiben. Ich fand es super, dass ich die Bilder, die am IAG im Laufe des Tages gemacht wurden, schon abends in meinem Postfach fand.

