Lehr- und Lernformen

Genderkompetenz ist eine Kernkompetenz in der akademischen Lehre

Die Einstellungen und das Verhalten von Frauen und Männern sind mit sozialen Festlegungen im privaten und beruflichen Alltag verbunden. Dementsprechend existiert eine Vielfalt von Lebensentwürfen und Lebenslagen (Gender Diversity). Geschlechterrollen werden sozial und kulturell konstruiert und (re)produziert ("doing gender").

Auch die Lehre ist durch Geschlechterrollen und Geschlechterbilder und die damit verbundenen gesellschaftlichen Zuschreibungen geprägt. Gender-Kompetenz ist das Wissen und die Fähigkeit, diese zu erkennen und so damit umzugehen, dass benachteiligende Strukturen verändert und allen Beteiligten neue und vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet werden. 

Vielfalt erkennen - genderkompetent handeln

Wie können Genderaspekte in der Lehre berücksichtigt werden?  

  • Gender in Lehrveranstaltungen - Möglichkeiten einer curricularen Verankerung
    Um Genderaspekte in der akademischen Lehre zu verankern und die Bedeutung von Gender für das jeweilige Fachgebiet darzustellen, müssen bestehende Lehrkonzeptionen methodisch, didaktisch und inhaltlich verändert und erweitert werden und neue genderfreundliche Studienformen entwickelt werden.

  • Gender in Fachkultur und -didaktik - Ebenen der Vermittlung
    Bei der Vermittlung von Gender-Wissen wird zwischen einem fachlichen und einem personenbezogenen Ansatz unterschieden.Bei dem fachlichen Ansatz wird Gender als Analysekategorie vermittelt, bei dem personenbezogenen oder selbsterfahrungsorientierten Ansatz stehen die Einstellungen und das Verhalten der Lehrenden im Vordergrund. Persönliche Einstellungen und Verhaltensweisen werden reflektiert.