FACOUS-Wochenende - Rückblick und Ausblick
Voller als in anderen Jahren war dieses Jahr das FACOUS-Wochenende. Gemeinsames Musizieren mit Gestaltung eines Gottesdienstes mit den Ehemaligen, Auffrischung des Bachprogramms des Chors vor der Reise "auf Bachs Spuren", erste Tutti-Proben zum fliegenden Holländer mit Chor (verstärkt durch den Extrachor von Ehemaligen und Freunden), Orchester, Soli und der Jahresversammlung des Vereins. Sowas füllt schon ein verlängertes Wochenende von der Extrachor-Probe Freitag Abend bis zum Holländer-Durchlauf am Sonntag Mittag.Wann hat man schon mal Kontrabässe satt? Eigentlich war die Instrumentalbesetzung nur der kleine Kreis, der mit dem Chor zusammen auf die Bachreise mitfährt. Doch dann bekamen wir aus den Kreisen der Ehemaligen zwei Kontrabässe dazu. Mit dem regulären Spieler der Reisebesetzung waren es dann drei, so dass dann jeder Eckpunkt in der Orchesteraufstellung durch einen Kontrabass markiert wurde.
Anlass des FACOUS-Wochenendes ist die Jahresversammlung des Vereins. Die formalen Themen sind normalerweise schnell besprochen. Dieses Jahr stand eine Änderung der Satzung des Vereins an. Seit ein paar Jahren erhalten wir keine direkten Zuschüsse von der Stadt Stuttgart. Daher war es der (verständliche) Wunsch der Universität, dass im Falle der Auflösung des Vereins das verbleibende Vermögen an die Universität fällt und nicht an die Stadt, wie zuvor geregelt. Bald sind die neu gestalteten Webseiten des FACOUS online - dann kann man dort die neue Satzung herunterladen.
Leider müssen wir Euch schon nächstes Jahr wieder mit einer Satzungsänderung behelligen. Auch die für nächstes Jahr geplante Satzungsänderung verändert nichts Wesentliches an Gegebenheiten und Zuständigkeiten des Vorstands im Verein und ist daher kein Grund zur Beunruhigung. Die Änderung wird aber deutlich mehr Einzelpunkte umfassen und fällt dadurch unübersichtlicher als die diesjährige Änderung aus. Auch die neue Änderung wurde von außen an uns herangetragen. Diesmal hat das Steuerberatungsbüro der Universität die Satzung geprüft und Präzisierungen der Formulierung nach allen Regeln der Kunst definiert.
Wir wollen uns hier nicht verschließen, denn solche Anpassungen sind Teil der 1997 geschlossenen Vereinbarung mit der Universitätsverwaltung. Diese Vereinbarung beauftragt den FACOUS e.V., die gesamte finanzielle Seite der Arbeit des akademischen Chors und des Akademischen Orchesters abzuwickeln und wahrt auf der anderen Seite die Interessen der Universität auf bestimmungsgemäße Verwendung des Geldes. Diese Vereinbarung hat uns in der Vergangenheit geholfen, einige verwaltungstechnische Klippen zu umschiffen. Wir freuen uns deswegen besonders, dass die neue Kanzlerin der Universität das Abkommen weiterführt. Wenn sich bei ihr der erste Stress der Amtsübernahme gelegt hat, hoffen wir, dass sie und die neue Verwaltungsriege auch eine persönliche Beziehung zu den Ensembles aufbauen kann, wie es die alte in den letzten Jahren getan hat.
Im vergangenen Jahr haben wir aufgrund leerer Kassen vermehrt zu Spenden aufgerufen. Wir freuen uns, dass viele Mitglieder diesem Aufruf gefolgt sind und verstärkt gespendet haben und so einen Beitrag zur Erholung unserer finanziellen Situation geleistet haben. Besonders zu erwähnen ist eine größere Einzelspende im vergangenen Jahr und die Förderzusage einer Musikstiftung für dieses Jahr, die durch persönliche Fürsprache eines Mitglieds zustande kam.
Allen Spendern herzlichen Dank!
In Zeiten leerer Kassen stellt sich auch die Frage, was wir uns noch leisten können. So kam es nicht von ungefähr, dass am Ende der Mitgliederversammlung die noch in einem frühen Planungsstadium befindliche Reise des Akademischen Orchesters nach Australien kontrovers diskutiert wurde. Aufhänger der Reisepläne ist die persönliche Verbindung über Laurens Patzlaff, einen der Solisten der Klavierlöwen-Konzerte. Solche Verbindungen sind notwendig, damit die vor-Ort-Organisation von Konzerten, Fahrten und Übernachtungen organisatorisch und finanziell möglich wird. Vor einer endgültigen Entscheidung ist die Voraussetzung für die Machbarkeit einer solchen Reise eine solide Finanzierung, die im Wesentlichen durch Eigenanteile und projektspezifische Zuschüsse zu erfolgen hat.
