Termine im Sommersemester 2011

 
Mi, 13. Oktober
19.15 Uhr, ESG

"Gemeindeabend"
 
 
Mi, 20. Oktober
18.30 Uhr, Hospitalkirche (Hospitalstr. 20)
"Semestereröffnungsgottesdienst mit der SMD"
Anschließend Fest in der ESG
 
 
Fr, 22. Oktober
15.00 Uhr, ÖZ (Allmandring 6) Einführungsseminar DO-IT!
Das kurze, intensiv begleitete Sozialpraktikum ist ein gemeinsames Projekt der Stuttgarter Hochschulgemeinden mit der Universität Stuttgart. Studierende engagieren sich in einer gemeinnützigen Einrichtung (Behinderte, Obdachlose, Alte, Jugendliche) und bekommen so Einblicke in andere Realitäten. DO-IT! führt zu den von der Universität geforderten sogenannten Schlüsselqualifikationen. Dazu findet ihr alles im LSF der Uni.
 
Sa, 23. Oktober
13.00 Uhr, Stiftskirche (Stiftsstr. 12), "Welcome" in Stuttgart
Nicht nur für Erstsemester:
Orgelführung (14.30 Uhr), Turmbesteigungen, Führung durch die Stiftskirche (14/15 Uhr), Stadtführung (16 uhr). Dazu Bewirtung und viele freundliche Gastgeber.
 
Mi, 27. Oktober
20.15 Uhr, ESG, Der sanftmütige Rebell
Von der Aktualität Albert Schweitzers (1875 - 1965).
Referent: PD Dr. Tilman Schröder.
(Davor 19.15 Uhr „An(ge)dacht“ und Abendessen).
 
Mi, 3. November
20.15 Uhr, KHG, Das Kreuz mit dem C
„Das Kreuz mit dem C“ – christliche Werte und die politischen Parteien.
Vortrag und Gespräch mit Dr. Bernd Kaut, Katholisches Büro bei der Landesregierung in Stuttgart.
Dieser gemeinsame Abend mit der KHG beginnt um 19 Uhr mit einem Gottesdienst in der Kapelle der KHG.
 
Do, 4. November
19.30 Uhr, ESG, Ich aber sage euch

Bibeltreff I
 
 
Mi, 10. November
20.15 Uhr, ESG, Der Film zum Vortrag

„Albert Schweitzer - Ein Leben für Afrika" (Deutschland /Südafrika 2009)
 
 
Do, 17. November
19.15 Uhr, ESG, Raclette-Abend am Buß- und Bettag

Raclette-Abend am Buß- und Bettag
 
 
Mi, 24. November
19.30 Uhr, Karl-Adam-Haus, Hospitalstr. 26, "Wirtschaften Christen besser?"
Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach, Jesuit und einer der prominentesten Sozialwissenschaftler und Wirtschaftsethiker in Deutschland. Gemeinsamer Abend mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Stuttgart (ACK), Beginn 19 Uhr mit Imbiss.
 
Do, 25. November
19.30 Uhr, ESG, Ich aber sage euch

Bibeltreff II
 
 
So, 28. November
19.00 Uhr, Kapelle im Haus 44, Fritz-Elsas-Str. 44
"Hochschulgottesdienst"
Anschließend Filmabend in der ESG
"Die Päpstin", (2009) 
 
Di, 30. November
19.30 Uhr, ÖZ (Allmandring 6), Israel - Land, Leute, Aktuelles

Zur Vorbereitung der Israel-Reise 2011
 
 
Mi, 8. Dezember
19.30 Uhr, ÖZ (Allmandring 6), "Shnat effes", Die Geschichte vom bösen Wolf.

Momentaufnahmen aus der israelischen Gesellschaft, Spielfilm, Israel 2004
 [Mehr dazu]
 
Mi., 15. Dezember
19.30 Uhr, ESG, Weihnachtsbacken, Weihnachtsgeschichten, Weihnachtsvorfreude

Weihnachtsbacken, Weihnachtsgeschichten, Weihnachtsvorfreude
 
 
So, 19. Dezember
19.00 Uhr, Kapelle im Haus 44, Fritz-Elsas-Str. 44
"Hochschulgottesdienst"

 
 
Do, 16. Dezember
19.30 Uhr, ESG, Ich aber sage euch

Bibeltreff III
 
 
Mi, 12. Januar
18.30 Uhr, ESG, Kegelabend

Genaueres im Pfarramt
 
 
Do, 13. Januar
19.30 Uhr, ÖZ (Allmandring 6), "Waltz with Bashir"

Dokumentarischer Trickfilm über die Erlebnisse israelischer Soldaten.
Spielfilm, Israel 2008. 
 
Mi, 19. Januar
19.15 Uhr, ESG, „Banken, Christen und das liebe Geld – gibt es die ethisch unbedenkliche Geldanlage?“

Vortrag und Diskussion mit Harald Reich, Regionaldirektor der Evang. Kreditgenossenschaft (EKK).
Ein gemeinsamer Abend mit KHG und ÖZ. Beginn um 20.15 Uhr. Davor 19.15 Uhr "An(ge)dacht" und Abendessen.
 
Do, 20. Januar
19.30 Uhr, ESG, Ich aber sage euch

Bibeltreff IV
 
 
Mi, 26. Januar
19.15 Uhr, ESG, Der ESG-Spieleabend

Endlich einmal die passenden Mitspieler!
Einfach auch eigene Lieblingsspiele oder bislang unspielbare Spiele mitbringen.
Natürlich mit "An(ge)dacht" und Abendessen.
 
So, 30. Januar
19.00 Uhr, Kapelle im Haus 44, Fritz-Elsas-Str. 44
"Hochschulgottesdienst"
Anschließend Filmabend in der ESG
"Oben", Animationsfilm, 2009
 
Mi, 2. Februar
19.15 Uhr, ESG, Programmplanung für das nächste Semester

Beginn mit "An(ge)dacht" und Abendessen.
 
 
Do, 3. Februar
19.30 Uhr, ESG, Ich aber sage euch

Bibeltreff V
 
 
Mi, 9. Februar
18.30 Uhr, Hospitalkirche (Hospitalstr. 20)
"Ökumenischer Semesterschlussgottesdienst"
Zusammen mit KHG und ÖZ in der Hospitalkirche.
Anschließend Semesterausklang in der ESG.

Mittwoch, 27. Oktober

Der sanftmütige Rebell - Albert Schweitzer

[Zum Termin] Albert Schweitzer verkörperte das Weltgewissen des 20. Jahrhunderts wie kaum ein anderer. Heute dagegen erscheint er vielen als ein Denkmal aus längst vergangenen Zeiten. Man erinnert sich an ihn als den „Urwalddoktor“ von Lambarene, aber vergißt dabei, dass Schweitzer auch ein enormes wissenschaftliches Werk hinterlassen hat. Dabei zählt ihn die Ökologiebewegung genauso zu ihren geistigen „Vätern“ wie die moderne Bioethik. Darüber hinaus hat sich Schweitzer in den 50er und 60er Jahren auch aktiv gegen die Atombombenversuche der Weltmächte gewendet und auf die grundsätzlichen Gefahren der Atomkraft hingewiesen. Seine Zivilcourage verärgerte die Berufspolitiker (Ähnlichkeiten mit heute sind nicht zufällig) und führte zu einer gezielten Pressekampagne gegen ihn. Davon freilich ließ sich Schweitzer nicht beirren und ging seinen Weg konsequent weiter. Insofern hat das Werk Schweitzers auch für die folgende Generation seine Aktualität behalten und in vielen Bereichen können wir Parallelen zu heutigen Problemen entdecken. Der Vortrag stellt die Biographie Schweitzers vor und skizziert Anliegen Schweitzers, die bis heute nachwirken. Eine „bildliche“ Vertiefung des Gesagten folgt dann am 10. 11. in dem neuen Film „Albert Schweitzer - Ein Leben für Afrika“, der eben auch die späteren Angriffe auf Schweitzer thematisiert.

Mittwoch, 3. November

Das Kreuz mit dem C - Christliche Werte und die politischen Parteien

[Zum Termin] Dr. Kaut ist sozusagen der „diplomatische Vertreter“ der Katholischen Kirche in Baden und Württemberg bei der Landesregierung. Er verfolgt, inwieweit gesetzgeberische Initiativen, Parteienprogramme und Regierungshandeln auch kirchliche Anliegen betreffen und versucht natürlich auch umgekehrt Einfluß zu nehmen. Insofern ist er ein „Insider“ im politischen Geschäft und steht doch den Parteien in einer gewissen Distanz gegenüber.

Mittwoch, 24. November

Wirtschaften Christen besser?

[Zum Termin] Noch ist die Finanz- und Wirtschaftskrise nicht überwunden und schon tauchen wieder die Vorwürfe auf, dass die Banken und Finanzmärkte aus den dramatischen letzten Monaten nichts gelernt hätten. Was aber könnten sie lernen? Genügt der Ruf nach dem „ehrlichen Kaufmann“ oder die Beschwörung irgendwelcher „Werte“? Könnte denn eine „christlich“ geprägte Wirtschafts- und Finanzführung die Lage nachhaltig verbessern? Es gibt Kritiker, die das für einen bloßen frommen Wunsch halten und wenig Chancen in dieser Richtung sehen. Prof. Hengsbach ist einer der profiliertesten Kenner der ganzen Materie. Als Jesuitenpater, als Professor, als Wissenschaftler mit Weltrang, als Mitglied bei Attac besitzt seine Stimme in Politik und Wirtschaft großes Gewicht. Von daher dürfen wir an diesem Abend einiges an wichtigen Einschätzungen und Perspektiven für die Zukunft erwarten.

Mittwoch, 8. Dezember

„Shnat effes“, Die Geschichte vom bösen Wolf.

[Zum Termin] Rache ist bitter
Verwickelt: „Shnat Effes“ von Joseph Pitchhadze
Ein junger Rundfunktechniker in Tel Aviv, der an einem Feature über die israelische Punkbewegung arbeitet. Eine nicht mehr ganz so junge Redakteurin im gleichen Sender, die nach 13 gewollt kinderlosen Ehejahren schwanger wird. Und eine allein erziehende Studentin Anna, die erst ihren Job in einem Videoladen und dann ihre Wohnung verliert.

Das ist nur der Anfang einer Reihe von Ent- und Verwicklungen, zu denen unter anderem die schmähliche Fahrerflucht an einem Blindenhund, Prostitution sowie Auftragskillertum gehören. Was zu allerlei schicksalhaften Konstellationen führt: Der autoritäre Radioproduzent macht als Freier bei der sich prostituierenden Anna mit militaristischem Sexualverhalten den Clown. Ihr Hausverwalter ist Reuben, der Fahrerflüchtige. Ausgerechnet der Mann, der sie auf die Straße gesetzt hat, wird ihr als freundlicher Fremder begegnen. Und so fort.

Mit Nacherzählung ist diesem Film kaum beizukommen. Denn der 41-jährige Joseph Pitchhadze („Besame mucho“) ist nicht nur ein souveräner Stilist, er eignet sich auch die Filmgeschichte selbstbewusst an. So erweist sich, was auf dem Papier wie Kolportage klingen mag, in der filmischen Realisierung als dichte moralische Erzählung über persönliche Verantwortung und gesellschaftliche Macht. Besetzt ist der mit kühnen elliptischen Raffungen montierte Film mit Matadoren israelischer Schauspielkunst, inszeniert hat ihn Pitchhadze so subtil, dass am Ende zwar alles aufgeht, doch vieles offen bleibt.

Wer von einem israelischen Film Holocaust-Thematik und bekennendes Judentum erwartet, wird vom „Jahr null“, so die Übersetzung des Originaltitels, enttäuscht sein. Pitchhadze, 1972 als Kind aus Georgien nach Israel gekommen, interessiert sich eher für die sozialen und moralischen Verwerfungen einer Gesellschaft, der die letzten Reste ihrer Gründungsideale verloren gehen. Nicht nur der Radiosender, auch Gewerkschaftseinrichtungen und Kibbuzim werden privatisiert und dem Recht des wirtschaftlich Stärkeren preisgegeben. Während die Mittelklasse in Eilat glückliche Delfine streichelt, geht es vielen anderen nur mehr um die blanke Existenz.
Silvia Hallensleben
Dieser Text ist zuerst erschienen im: Tagesspiegel

Donnerstag, 13. Januar

"Waltz with Bashir"

[Zum Termin] Geister eines vergessenen Krieges
Wenn der Alptraum zurückkehrt: Der israelische Regisseur Ari Folman arbeitete mit seinem Zeichentrick-Dokumentarfilm "Waltz with Bashir" seine Vergangenheit als Soldat im Libanon-Krieg auf - und schuf ein ästhetisch außergewöhnliches Werk. Allnächtlich hetzt ihn die Hundemeute durch die leere Stadt bis in sein Haus, er kann kaum die Tür hinter sich zuschlagen. Genau 26 Tiere verfolgen ihn in seinem Albtraum, den der Mann schließlich seinem Freund Ari schildert.

Der überlegt. Und beiden dämmert, dass die 26 Bestien die Boten seiner unverarbeiteten Vergangenheit sein müssen. Aus einer Zeit, als sie junge Soldaten in der israelischen Armee waren, eingesetzt im ersten Libanon-Krieg, vor 26 Jahren. Als Ari beim Gespräch erkennt, dass er jene Epoche vollständig vergessen zu haben scheint, macht er sich auf den Weg rückwärts in seine verschüttete Geschichte. Er befragt alte Kameraden, Freunde und Vorgesetzte. Er fürchtet, Dinge über sich zu erfahren, die er lieber nicht wissen wollte, und tatsächlich kommen die Bilder aus dem Krieg zurück. Das Blutbad, das der Israeli Ari Folman so gründlich ausgeblendet hat, geschah im September 1982 im Libanon, nach der Ermordung des designierten libanesischen Staatspräsidenten Bashir Gemayel. Damals wurden in den palästinensischen Flüchtlingslagern Sabra und Schatila an der Peripherie Beiruts Hunderte Zivilisten von christlich-libanesischen Milizen niedergemetzelt, die auf der Jagd nach militanten PLO-Kämpfern waren. Alles offenbar vor den Augen des in den Libanon einmarschierten israelischen Militärs.

Mit seiner preisgekrönten Kreuzung aus Dokumentar- und Zeichentrickfilm "Waltz with Bashir" fördert Regisseur Ari Folman seine eigenen verschütteten Erinnerungen zutage, arbeitet vorsichtig sein Trauma auf, das auch das Trauma einer ganzen Nation ist. Daraus ist nicht nur ein packendes und brisantes Zeitzeugnis geworden, auch formal geht dieser Film unerschrocken auf weitgehend unerschlossenen Wegen. Hier wurde kein konventionell hergestellter Spielfilm nachträglich per Software digitalisiert und verfremdet (wie Richard Linklaters "Waking Life" von 2001), keine Comic-Autobiografie animiert (wie Marjane Satrapis "Persepolis") – der Regisseur ließ authentische Aufnahmen von Interviews und Gesprächen, Traumsequenzen und Rückblenden – Realität wie Fiktion – Einzelbild für Einzelbild in kräftigen, kantigen Strichen und gedeckten Farben nachzeichnen. Ein Stilmittel, das zugleich distanziert und intensiviert – und aus "Waltz with Bashir" einen sehr persönlichen Kriegsfilm macht, der tief unter die Haut geht.
Von Ilse Henckel,
aus: Der Spiegel

Mittwoch, 19. Januar

„Banken, Christen und das liebe Geld – gibt es die ethisch unbedenkliche Geldanlage?“

[Zum Termin] Eine Einführung in den Themenbereich des „christlichen Wirtschaftens“ werden wir bereits am 24.11. beim Vortragsabend mit Prof. Hengsbach erhalten haben. Nun wird es praktisch. Herr Reich stellt aus dem Blickwinkel eines Bankers das Bemühen dar, als ein christlich eingestelltes Finanzunternehmen mit ethisch vertretbaren Anlagen zu arbeiten. Kann das Funktionieren oder sind die Mechanismen der internationalen Finanzwirtschaft doch stärker als einzelne fromme Wünsche?