Gedenkwege

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Stuttgart setzt ein Zeichen der Verbundenheit mit den heute in unserer Stadt lebenden Juden im Gedenken an den Beginn der Judenverfolgung im Dritten Reich durch die Nationalsozialisten. In den Tagen vom 9. bis 13. November 1938 wurden im gesamten Deutschen Reich etwa 400 Menschen ermordet oder in den Freitod getrieben. Etwa 30.000 Menschen wurden in Konzentrationslagern inhaftiert, wo nochmals Hunderte umgebracht wurden oder an den Folgen der Haft starben.

Fast alle Synagogen und viele jüdischen Friedhöfe in Deutschland und Österreich wurden zerstört. Im Gedenken an die staatlich organisierte und gelenkte Zerstörung jüdischen Lebens und Eigentums in unserem Lande werden die Kirchen-Gemeinden unserer Stadt aufgefordert, mit einem 5-minütigen Läuten einer Kirchglocke am 9. November um 19.30 Uhr ihr Mitgefühl zum Ausdruck zu bringen. HUS.

Am 9. November jährt sich zum 70. Mal die so genannte Reichsprogromnacht und mit ihr die Anschläge auf jüdische Bürgerinnen und Bürger, auf jüdische Einrichtungen, Geschäfte und Gotteshäuser. An diesem Tag veranstalten die Stuttgarter Kirchen verschiedene Gedenkwege durch unsere Stadt. Die drei Citykirchen beginnen ihren Gedenkweg mit szenischen Lesungen durch die Innenstadt bis zur Synagoge um 17:30 Uhr an der Domkirche St. Eberhard. Um 19:00 Uhr wird vor der Synagoge (Eingang Hospitalstraße) die Gedenkfeier der jüdischen Gemeinde stattfinden. Zu den Gedenkwegen und zu der Veranstaltung vor der Synagoge laden wir sehr herzlich ein.

Weitere Informationen können dem Flyer entnommen werden.

Kontakt:
Evang. Kirche Stuttgart, Citykirchengemeinden