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Promotion in der Fakultät Chemie

Seit 1. April 2016 gibt es eine neue Promotionsordnung.
Danach entscheidet der Kleine Promotionsausschuss über die Annahme als Doktorandin oder Doktorand.

Die Sitzungen des Kleinen Promotionsausschusses finden in der Regel nach der Fakultätsratssitzung statt. Die Sitzungstermine in den Semesterferien werden in der letzten Sitzung im Semester festgelegt und auf dem schwarzen Brett beim Dekanatsbüro im 9. Stock sowie auf der Termin-Seite bekannt gegeben. Anträge auf Annahme als Doktorand oder Doktorandin müssen dem Dekanatsbüro 8 Tage vor der nächsten Sitzung des Promotionsausschusses vorliegen (Anmeldung über das Prüfungsamt, s. Punkt 1 unten). Anträge auf vorläufige oder endgültige Zusammensetzungen des Prüfungsausschusses oder Änderungsanträge müssen spätestens zwei Tage vor der Sitzung (Montag, wenn Mittwoch der Sitzungstermin ist) im Dekanat abgegeben werden.

Die Ausführungsbestimmungen der Fakultät haben sich nicht geändert. Bitte beachten Sie, dass Sie sich erst als Promotionsstudentin bzw. Promotionsstudent einschreiben können, wenn Ihnen die Fakultät die Annahme als Doktorandin bzw. Doktorand bestätigt hat.

1. Antrag auf Annahme als Doktorandin oder Doktorand (beim Prüfungamt)

Als erstes müssen Sie über das Prüfungsamt die Annahme als Doktorandin oder Doktorand beantragen. Ein Muster für die abzuschließende Promotionsvereinbarung finden Sie auf den Internetseiten des Prüfungsamtes. Das Prüfungsamt legt eine Akte an und schickt diese an die Fakultät, wo im Promotionsausschuss entschieden wird, ob Sie als Doktorand oder Doktorandin angenommen werden. Um die Befähigung ausländischer Kandidatinnen und Kandidaten zur Promotion beurteilen zu können, müssen dem Promotionsausschuss (über das Dekanatsbüro oder über ein Mitglied des Promotionsausschusses) spätestens 8 Tage vor der nächsten Sitzung des Promotionsausschusses entsprechende Unterlagen zur Verfügung gestellt werden (Abschlussarbeit, Zeugnisse, evt. Empfehlungsschreiben...).

2. Antrag auf vorläufige Zusammensetzung des Prüfungsausschusses

Um den Kandidatinnen und Kandidaten zu ermöglichen, gezielt vertiefte Kenntnisse in den Prüfungsfächern zu erwerben, sollen sie rechtzeitig (etwa ein halbes Jahr) vor dem voraussichtlichen Termin der mündlichen Prüfung bzw. der Abgabe der Arbeit einen Antrag mit einem Vorschlag auf vorläufige Zusammensetzung des Prüfungsausschusses stellen (Musterbrief). Der Antrag muss von der Betreuerin oder von dem Betreuer unterzeichnet sein. Dem Antrag muss ein Exposé über die Dissertation (ca. 1 Seite) und ein Lebenslauf beiliegen. Diese Unterlagen müssen im Dekanatsbüro bei Frau Carey abgegeben werden. Der Antrag auf vorläufige Zusammensetzung des Prüfungsausschusses kann nur behandelt werden, wenn zuvor die Annahme als Doktorandin bzw. als Doktorand bestätigt wurde und ggf. alle Auflagen erfüllt wurden. Der Promotionsausschuss kann den Vorschlag bestätigen oder ablehnen und andere Prüferinnen bzw. Prüfer benennen. Unmittelbar nach der Festlegung der Prüferinnen bzw. Prüfer erfragt die Kandidatin bzw. der Kandidat beim Dekanat oder bei seiner Betreuerin oder seinem Betreuer die vorläufige Zusammensetzung des Prüfungsausschusses und stellt sich möglichst bald bei allen Prüferinnen bzw. Prüfern vor (nur, wenn diese durch den Promotionsausschuss geändert wurden, sonst stellen sich die Kandidatinnen bzw. Kandidaten VORHER bei den Prüferinnen bzw. Prüfern vor)!

3. Endgültige Zusammensetzung des Prüfungsausschusses - Abgabe der Doktorarbeit

Nach Fertigstellung der Dissertation meldet sich die Kandidatin bzw. der Kandidat unter Vorlage eines gebundenen Exemplars der Dissertation im Dekanat an. Die Arbeit muss eine von Ihnen unterschriebene Erklärung zur Eigenständigkeit enthalten. Hier finden Sie eine Vorlage dafür. Die Erklärung zur Eigenständigkeit muss zusätzlich zu der Versicherung in der Arbeit als extra Blatt mit der Dissertation im Dekanat abgegeben werden. Liegen die Promotionsunterlagen (Arbeit und Promotionsakte vom Prüfungsamt) spätestens 2 Tage vor der Sitzung des Promotionsausschusses vollständig dem Dekanat vor, beschließt der Promotionsausschuss über die verbindliche Zusammensetzung des Prüfungsausschusses. Von der vorläufigen Zusammensetzung soll nur in besonders begründeten Fällen abgewichen werden. Die Kandidatin bzw. der Kandidat übergibt allen Mitgliedern seines Prüfungsausschusses ein Exemplar seiner Arbeit. Hauptberichterin bzw. Hauptberichter und Mitberichterin bzw. Mitberichter fertigen ein Gutachten an und senden dieses im Original an das Dekanat (die Aufforderung dazu erfolgt duch das Dekanat).

4. Prüfung

Der Promotionsausschuss der Fakultät Chemie hat beschlossen, dass Promotionen innerhalb der Fakultät nach folgendem Verfahren durchgeführt werden sollen:
Die mündliche Doktorprüfung findet unmittelbar anschließend an einen hochschulöffentlichen Vortrag von ca. 20 min Dauer statt, in dem die Kandidatin bzw. der Kandidat die Konzepte ihrer bzw. seiner Dissertation sowie die wesentlichen Ergebnisse darlegt. In der mündlichen Prüfung, die zwischen einer und zwei Stunden dauert und unter Ausschluss der Öffentlichkeit erfolgt, muss die Kandidatin bzw. der Kandidat nachweisen, dass sie bzw. er vertiefte Kenntnisse auf dem Fachgebiet besitzt, dem die Dissertation entnommen ist. Dies soll durch ein Prüfungsgespräch mit der Hauptberichterin oder dem Hauptberichter, der Mitberichterin oder dem Mitberichter (oder den Mitberichtern) und einer Prüferin oder einem Prüfer in einem weiteren Fach, das in der Regel einen Bezug zur Dissertation hat, erfolgen. Der Dekan bzw. die Dekanin kann die Prüferin oder den Prüfer im weiteren Fach oder eine andere Professorin bzw. einen anderen Professor der Fakultät zum Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bestellen (Regelfall).

Liegen dem Dekanat beide Gutachten vor, vereinbart die Kandidatin bzw. der Kandidat mit dem festgelegten Prüfungsausschuss einen Termin für die mündliche Prüfung und den öffentlichen Vortrag und veranlasst die Hörsaal-/Seminarraumbelegung. Die Prüfung kann frühestens 16 Tage nach Mitteilung dieses Termins an das Dekanat stattfinden. Grund: Arbeit und Gutachten müssen 14 Tage im Dekanat ausliegen. Bitte denken Sie daran, ORT und TERMIN der Prüfung dem Dekanat rechtzeitig schriftlich mitzuteilen. Die mündliche Prüfung erfolgt unmittelbar nach dem Vortrag (nach Ausschluss der Öffentlichkeit) i.d.R. in dem Raum, in dem der Vortrag stattgefunden hat. Die Promotionsunterlagen gehen nach der Prüfung an das Dekanat zurück.

Die Vorsitzende bzw. der Vorsitzende des jeweiligen Prüfungsausschusses holt die Promotionsakte mit den Gutachten nach der 14-tägigen Auslagefrist im Dekanat ab.

5. Richtlinien zur Form von Dissertationen in der Fakultät Chemie

Die Dissertation muss wissenschaftlichen Ansprüchen genügen, einen Fortschritt in der Wissenschaft erbringen und eine selbstständige Leistung sein. Bereits veröffentlichte Arbeiten können als Teil der Dissertation verwendet werden, wenn die Betreuerin bzw. der Betreuer dem ausdrücklich zustimmt und in ihrem bzw. seinem Gutachten ausführt, welche Ergebnisse der Publikationen eigenständige Leistungen der Bewerberin bzw. des Bewerbers darstellen. In der Regel sollte die Bewerberin bzw. der Bewerber die Erstautorin bzw. der Erstautor der Publikationen sein und zumindest die ersten Versionen selbst verfasst haben. In jedem Fall muss die Dissertation eine ausführliche Einführung enthalten, in der die Arbeiten im Zusammenhang und mit Bezug auf den aktuellen Stand der Forschung dargestellt, die eigenen Beiträge herausgearbeitet und die Beiträge anderer Autorinnen bzw. Autoren benannt werden.

Bezüglich der Sprache gilt § 2 (3) der Promotionsordnung. Die deutsche und englische Zusammenfassung soll je 2-5 Seiten, jedoch nicht mehr als 10 Seiten lang sein. Die Länge der Dissertation ohne Anhang sollte 200 Seiten nicht überschreiten. Bei der Darstellung von experimentellen Details kann auf bereits publizierte Arbeiten verwiesen werden. Versuchsvorschriften und Messergebnisse können in elektronischer Form (CD, DVD) der Arbeit beigefügt werden.

Bitte beachten Sie: aus dem experimentellen Teil der Arbeit soll eindeutig hervorgehen, wer welche Messungen durchgeführt hat (z. B. Techniker etc.).

(Beschlüsse des Promotionsausschusses vom 22.05.1996, 06.11.1996, 21.01.1998, vom 16.04.2008 und vom 01.06.2011).

Hier gibt es Informationen der Bibliothek zur Abgabe der Pflichtexemplare.

Informationen zur Promotion an der Graduiertenschule der Universität Stuttgart (GradUS) finden Sie auf der Homepage von GradUS. Hier finden Sie eine Vorlage der Betreuungsvereinbarung (für Promotionen nach der alten Promotionsordnung; wenn Sie nach der Promotionsordnung von 2016 promovieren, so muss diese Promotionsvereinbarung verwendet werden).

Die Seiten des DoktorandInnen - Konvents finden Sie hier.

Die Promotionsordnung von 2011 finden Sie hier.
Die Promotionsordnung von 2008 gibt es hier.
Bei weiteren Fragen zum Promotionsverfahren, wenden Sie sich bitte an Frau Carey (Telefon: 685-64585).