Bedrohung und Schädigung der Korallenriffe:

Überdüngung

Nährstoffreiche Abwässer gelangen z.B. aus Zuckerrohrfabriken oder aus der Landwirtschaft ins Meer. Abwässer überdüngter Felder, die zusätzlich mit Insektiziden und Pestiziden behandelt wurden, gelangen ins Grundwasser und ins Meer. Zum Teil werden Abwässer ungeklärt, also mit Fäkalien verschmutzt, ins Meer geleitet und auch Krankenhäuser entlassen bakterienüberlastete Abwässer ins Meer.

Die Folgen:
  • Zu hohe Nährstoffkonzentration führt zum Überwuchern der Riffe durch Weichalgen, zur Planktonblüte. Plankton produziert häufig Giftstoffe, so dass es zu Fischvergiftungen kommen kann. (Zur Algenblüte kam es z.B. auch 1993 nach einem Vulkanausbruch auf den Philippinen. Das Korallenwachstum wurde beeinträchtigt durch die verringerte Sonneneinstrahlung bedingt durch den Staubgehalt in der Luft, somit kühlte sich das Meerwasser ab. Durch Zirkulation kam nährstoffreiches Tiefenwasser nach oben und bildete die Nahrungsquelle für Algen, die die Korallen schließlich überwucherten. Verschlimmert wurde dieser Zustand dadurch, daß algenfressende Fische fehlten.)
  • Als bakterielle Infektion tritt die Schwarzbandkrankheit auf. Diese ist eigentlich natürlich, tritt aber verstärkt auf, wenn die Riffe vorgeschädigt sind.
  • Die Dornenkrone ist ein Seestern des Pazifik, der im natürlichen Kreislauf die Riffe abweidet. Die Seesternlarve allerdings ist gegenüber der Überdüngung jedoch resistenter als die Korallenlarve. Der natürliche Feind der Dornenkrone, die Tritonhornschnecke wurde und wird als Touristensouvenir abgesammelt, wodurch der Kreislauf erheblich gestört wird.


Weitere Ursachen:
Überdüngung
Bedrohung der Korallenriffe durch Überdüngung