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Institut für Biomaterialien und biomolekulare Systeme

Das Institut für Biomaterialien und biomolekulare Systeme umfasst die Abteilungen Bioenergetik, Biophysik, Molekularbiologie und Virologie der Pflanzen, Pflanzenbiotechnologie, Tierphysiologe, Zoologie (in Planung Nanobiotechnologie/Biomaterialien), die in das interdisziplinäre Konzept der Technischen Biologie an der Universität Stuttgart eingebunden sind. 
Links zu den Abteilungen finden Sie in der linken Spalte und am Ende dieser Seite. Eine Übersicht über die Arbeitsgebiete der Abteilungen finden Sie hier.

 

Forschung aktuell:

FigureWang C, Grohme MA, Mali B, Schill RO, Frohme M (2014) Towards decrypting cryptobiosis- Analyzing anhydrobiosis in the tardigrade Milnesium tardigradum using transcriptome sequencing. PLoS ONE 9 (3), e92663. doi: 10.1371/journal.pone.0092663

Viele Bärtierchenarten sind in der Lage auszutrockenen, aber welche Mechanismen zugrunde liegen ist weitgehend unklar. In der vorliegenden Arbeit wurde das anhydrobiotische Transkriptom der limno-terrestrischen Bärtierchenart Milnesium tardigradum quantifiziert. Die meisten der differentiell exprimierten Transkripte lassen sich spezifischen Zellfunktionen zuordnen. Es ist daher zu vermuten, dass die Austrocknungstoleranz von Bärtierchen durch ein konstitutives, zelluläres  Schutzsystem erreicht werden kann, wahrscheinlich in Verbindung mit anderen Reparaturmechanismen, die nach dem Rehydrieren aktiviert werden. [mehr]


FigureBach J, Jeske H (2014)  Defective DNAs of beet curly top virus from long-term survivor sugar beet plants. Virus Res. 183, 89-94

Die Zuckerrübenernte wird in vielen Ländern durch ein Geminivirus, Beet Curly Top Virus, stark beeinträchtigt. Während die meisten Pflanzen früh sterben, entkommen manche auch für mehrere Jahre der Infektion. Solche Langzeitüberlebenden (long-term survivor) wurden auf ihren Gehalt an defekten geminiviralen DNA Molekülen untersucht. Dabei zeigte sich eine unerwartete Vielzahl verschieden großer Ringmoleküle, die jeweils den Ursprung der Replikation sowie Startstellen und Terminatoren der Transkription enthielten. Die diskrete Größenverteilung dieser defekten Moleküle weist auf einen Zusammenhang von Rekombination mit der Chromatinstruktur der replikativen Intermediate bei ihrer Entstehung hin. Eine Möglichkeit wie RNA-Interferenz gegen Geminiviren dadurch gefördert werden kann, wird diskutiert. [ mehr]


FigureRichter K, Kleinow T, Jeske H (2014)  Somatic homologous recombination in plants is promoted by a geminivirus in a tissue-selective manner. Virology 452, 287-296

Geminiviren sind auch deswegen gefährliche Pflanzenpathogene weltweit, weil sie ihre DNA häufig rekombinieren. Das liegt daran, dass sie einen rekombinations-abhängigen Mechanismus zur Replikation der DNA nutzen. Die neue Arbeit zeigt nun, dass Geminiviren auch die Häufigkeit der Rekombination von Transgenen erhöhen können. Interessanterweise wird dieser Effekt nur im Leitbündelbereich beobachtet, wo die untersuchten Geminiviren sich vermehren. Das spricht für einen sehr spezifischen Effekt und nicht für das Ergebnis eines allgemeinen Stressphänomens als Ursache. [ mehr]

Abteilungen des Instituts:

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