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Werde Bauingenier und Schaffen was bleibt

 27.08.2015

Der neue Leitfaden für die Abschlussarbeit

 03.02.2015


Flyer Bau

 20.03.2014
 

Thomas Fink

Name:

Thomas Fink

Thomas_Fink

Studiengang:

Bauingenieurwesen

Studienzeitraum:

WS 2000/01 - WS 2006/07

Welche Vertiefungsrichtung haben Sie im Studium gewählt?

Konstruktiver Ingenieurbau

Wo und in welcher Position arbeiten Sie derzeit?

Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg,
Abteilungsleiter Vorbeugender Brandschutz und Bauwesen

Nennen Sie drei bis fünf typische Tätigkeiten in ihrem beruflichen Alltag?

  • Fach- und Führungsausbildung von Angehörigen freiwilliger und Berufsfeuerwehren im Bereich Einsatztaktik der Menschenrettung, Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung, vorbeugender Brandschutz, Baukunde, Abwehr von ABC-Gefahren, Stabsarbeit etc.
  • Ausbildung von Feuerwehrkommandanten und Mitarbeitern von Bauämtern in Rechtsgrundlagen, Zuständigkeiten und Aufgaben des vorbeugenden Brandschutzes
  • Ausbildung von anderen Spezialisten des Bevölkerungsschutzes, etwa Notärzten, im Bereich Einsatztaktik, Kooperation von Feuerwehr und Rettungsdienst bei technischer und medizinischer Rettung, Führungsorganisation etc.
  • Bearbeitung von vielfältigen Fachthemen der Gefahrenabwehr, etwa Einsätze in unterirdischen Verkehrsanlagen
  • Leitung von Arbeitsgruppen, Öffentlichkeitsarbeit

Können Sie Ihren beruflichen Werdegang kurz skizzieren?

Zeitraum

Tätigkeit / Arbeitgeber

2005 - 2006

Praktikumssemester: Ed. Züblin AG, Zentrale Technik

2006 - 2007

Diplomarbeit zu einem Thema im Bereich Sicherheit von Infrastruktur – Abschluss: Diplom

2007 - 2011

Universität Stuttgart, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Wasserbau und erster Studiengangmanager Bauingenieurwesen

2011 - 2013

Referendariat für den höheren feuerwehrtechnischen Dienst (zehn Ausbildungsabschnitte bundesweit: Führungs- und Managementausbildung u. a. in Berlin und Nordrhein-Westfalen, Praxisphasen bei Berufs- und Werkfeuerwehren) – Abschluss: zweites Staatsexamen im März 2013 am Institut der Feuerwehr, Nordrhein-Westfalen

Seit 2013

Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg

Warum haben Sie sich für das Studium des Bauingenieurwesens an der Universität Stuttgart entschieden?

Ursprünglich wollte ich Architektur studieren, habe mich aber am Ende der Schulzeit aufgrund meiner breiten technischen Interessen für das Bauingenieurwesen entschieden. Als Universitäten kamen für mich Karlsruhe oder Stuttgart in Frage – ich habe Stuttgart gewählt, weil ich fand, dass die damalige Fakultät Bauingenieur- und Vermessungswesen und ihre Lehrstühle den besseren Ruf hatten sowie die besseren Studienbedingungen und Vertiefungsmöglichkeiten boten.
Ich habe es nie bereut, auch wenn man im Studium manchmal an seine Grenzen kommt. Noch heute habe ich den Eindruck, dass ich fachlich kaum besser auf die technische Arbeitswelt hätte vorbereitet werden können.

Was hat Ihnen im Studium Bauingenieurwesen besonders gut gefallen?

Vor allem die fachliche Breite und die Verbindung zur Fakultät Architektur („Stuttgarter Schule“) bei gleichzeitiger Möglichkeit, in ausgewählten Fächern der Materie auf den Grund zu gehen. Ich habe bewusst Grundfächer (Basismodule) aus allen Vertiefungsrichtungen gewählt. Ferner habe ich an Exkursionen teilgenommen, so oft es nur ging: Meine weiteste führte mich nach Chicago. Und natürlich: Die Stuttgarter Bauingenieurinnen und Bauingenieure verstehen zu feiern – ich hoffe, das bleibt so und das Bauigelfest wird es noch lange geben… :-)

Welche Kompetenzen haben Sie im Studium erworben, auf die Sie heute zurückgreifen?

Kurz gesagt: Die Fähigkeit, für ein Problem Lösungen zu entwickeln, das ich am Anfang nicht in Gänze überblicken kann. Dazu gehören Abstraktionsvermögen, strukturiertes Denken und Arbeiten (etwa die Zerlegung der Aufgabe in Teilschritte – so arbeitet die Feuerwehr in Einsatz übrigens auch), und natürlich Ausdauer: Ohne viel Sitzfleisch, Konzentration und persönlichen Einsatz kommt man nicht weit. Natürlich habe ich auch viel Fachwissen aus dem gesamten Bereich gebauter ober- und unterirdischer Infrastruktur erworben, das mir heute bei der Feuerwehr dienlich ist – nach meiner Einschätzung ist das aber nur die halbe Miete, denn fachlich entwickelt man sich weiter oder auch vom Erlernten weg.

Haben Sie einen Tipp für angehende Studierende des Bauingenieurwesens?

Bringen Sie vor allem Interesse an technischen Fragestellungen und eine große Portion Neugier und Ehrgeiz mit. Noten sind meines Erachtens sowohl in relevanten Schulfächern als auch im Studium eher zweitrangig. Ziel ist der Studienabschluss, und ich empfehle den M.Sc.! Schmeißen Sie bei missglückten Prüfungen oder Krisen nicht gleich hin, sondern halten Sie durch – und suchen Sie ggf. frühzeitig Beratung und Hilfe.
Blicken Sie über den Tellerrand: Praktika, Exkursionen, Auslandssemester – das Studium darf dafür auch etwas länger dauern. Entwickeln Sie Ihre „weichen“ Kompetenzen weiter: persönliches Auftreten, Präsentieren, Gesprächsführung, Allgemeinwissen etc. – sei es im Studium Generale, sei es in einem Ehrenamt. Knüpfen Sie Kontakte, auch über das berufliche hinaus, und suchen Sie persönlichen Ausgleich. Schlicht: Werden Sie kein „Fachidiot“.
Und im Studium nicht zuletzt: TEAMARBEIT, TEAMARBEIT, TEAMARBEIT!

Persönlicher Kontakt für Rückfragen:

Dipl.-Ing. Thomas Fink
Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg
Tel. 07251 / 933 -701

Homepage:

Landesfeuerwehrschule BW