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Pressemitteilung Nr. 81/1998 vom 18.11.1998

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Festveranstaltung: 10 Jahre Fakultät Informatik - „jung“ für ihr Alter...

28 Jahre zählt bereits der Diplomstudiengang Informatik der Universität Stuttgart, doch die Fakultät Informatik feiert erst ihren zehnten Geburtstag. Die Lehrstühle für Informatik waren lange Zeit in einer gemeinsamen Fakultät mit der Mathematik beheimatet. Erst am 1. Oktober 1988 wurde als vierzehnte Fakultät der Universität Stuttgart die Fakultät Informatik eingerichtet. Das Jubiläum ist Anlaß für eine Festveranstaltung am Freitag, den 27. November. Über Vergangenheit und Zukunft der Fakultät referiert der Dekan, Prof. Dr. Kurt Rothermel. Der wissenschaftliche Teil ist dem Schwerpunkt „Software-Engineering“ gewidmet, dem sich die Fakultät durch den im Wintersemester 1996/97 eingerichteten Modellstudiengang „Softwaretechnik“ besonders verpflichtet fühlt. Renommierte Fachleute tragen dazu vor: Prof. Dr. Manfred Broy (Technische Universität München) über Grundlagenfragen des Software-Engineerings, Prof. Dr. Dieter Rombach (Universität Kaiserslautern) über die empirische Softwaretechnik und Prof. Dr. Hans Grabowski (Universität Karlsruhe) über Anwendungsbereiche in den Ingenieurwissenschaften. Bereits ab 10.00 Uhr findet eine Kontaktmesse an der Fakultät statt. Ziel ist, Kontakte zwischen Studierenden, Firmen und der Fakultät zu vermitteln. Auch das Akademikerzentrum des Arbeitsamtes Stuttgart (AKZENT) beteiligt sich mit Informationen über den Arbeitsmarkt und Bewerbungstips. Und einen Geburtstagswunsch haben die Stuttgarter Informatiker natürlich auch: Von ihrem „Exil“ im Industriegebiet Vaihingen-Möhringen auf den Uni-Campus in Vaihingen umzuziehen; dies soll spätestens im Jahr 2004 vollzogen sein.
 

Zeit: 27. November, 15.00 Uhr (Kontaktmesse ab 10.00 Uhr)

Ort:  Industriegebiet Vaihingen-Möhringen, Informatikgebäude, Breitwiesenstraße 20-22, 70565 Stuttgart

Vertreter der Medien sind zu der Veranstaltung herzlich eingeladen.

Zur Entwicklung der Fakultät
Von 1970 bis 1975 hatte das aus dem Lehrstuhl von Prof. Dr. Walter Knödel hervorgegangene Institut für Informatik den Diplomstudiengang Informatik getragen. Anschließend übernahm der Fachbereich Informatik für knapp vier Jahre diese Aufgabe, die von 1979 bis 1988 der Fakultät „Mathematik und Informatik“ übertragen wurde. Als eine Gesetzesnovellierung besagte, daß eine Fakultät mindestens zehn Professuren umfassen müsse, konnte am 1. Oktober 1988 als vierzehnte Fakultät der Universität Stuttgart die Fakultät Informatik ins Leben gerufen werden. Dies wurde durch die Zusage der Landesregierung ermöglicht, die Informatik mit sechs weiteren Lehrstühlen auszustatten. Zum Wintersemester 1996/97 wurde dann zusätzlich zum Diplomstudiengang Informatik der Modellstudiengang Softwaretechnik eingerichtet, bei dem die konstruktiven Aspekte der Informatik im Vordergrund stehen. In diesem Studiengang geht es vor allem um die Konzeption und Realisierung neuer Software und um die Anpassung, Restrukturierung und Wiederverwendung bestehender Software.

Einen wichtigen Beitrag zur Internationalisierung soll der voraussichtlich 1999 startende internationale Master-Studiengang „Information Technology“ (INFOTECH) leisten, der von der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik und der Fakultät Informatik gemeinsam getragen wird. Das Studium dauert vier Semester. Für Inhaber(innen) von Fachhochschul- oder Berufsakademie-Diplomen oder ausländischen BSc-Graden (BSc = Bachelor of Science) beginnt das Studium mit einem Vorbereitungssemester. Studierende universitärer Studiengänge können nach dem Vordiplom (+ zwei Semestern) im zweiten Semester beginnen. Der Master-Studiengang INFOTECH ermöglicht die Wahl zwischen den zwei Schwerpunkten „Communications Engineering and Media Technology“ und „Embedded Systems Engineering“. Die Kurse werden überwiegend in englischer Sprache gehalten. Bereits im Sommersemester 1999 wird das Vorbereitungssemester erstmalig angeboten.

Breites Forschungsspektrum
In der Forschung deckt die Fakultät Informatik mit ihren 14 Lehrstühlen ein sehr breites Spektrum ab. Behandelt werden nicht nur Themen der „Kerninfor-matik“, wie etwa Datenbanken, Rechnernetze, Compilerbau, Künstliche Intelligenz und Computersysteme, sondern auch der angewandten Informatik, wie Robotik, CAD/CAE oder Simulationstechnik. Die Forscher der Fakultät sind an drei Sonderforschungsbereichen beteiligt, sind Partner in zahlreichen nationalen und internationalen Verbundprojekten und pflegen viele Industriekontakte.

Hervorragende Berufsaussichten
Pünktlich zum zehnten Geburtstag bescherten die Anfängerzahlen der Fakultät erneut eine Expansion: Ende Oktober 1998 wurden 282 Erstsemester in den beiden Diplomstudiengängen Informatik und Softwaretechnik gezählt - mehr hatte die Fakultät bisher nur einmal, nämlich im Jahre 1989 mit 289 Anfänger(inne)n. Und wenn 1999 noch zwei Dutzend Studierende des Master-Studiengangs „Information Technology“ hinzukommen, dann sind über 300 Studierende zu erwarten: eine angesichts der wirtschaftlichen Bedeutung der Informatik angemessene Zahl. Zur Zeit kommen auf einen Absolventen der Informatik etwa vier offene Stellen.

Weitere Informationen unter Tel. 0711/7816-223, Fax 0711/7816-424
 


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