Baba-Competition – eine Weiterentwicklung

Monday 18 August 2014

 


Baba-Competition

Mit der Baba-Jaga konnten wir ein sehr erfolgreiches Flugzeug in der 2m-RES Klasse etablieren. So wurden mit dem Flieger einige fordere Platzierungen auf Wettbewerben erflogen.
Es zeigte sich im Wettbewerbseinsatz, dass die Baba-Jaga bei Bedingungen mit wenig Wind ausgezeichnet funktioniert. Hier glänzt der Flieger insbesondere durch exzellentes Handling und Kreisflugeigenschaften. Aber auch im Hochstart, dem geringsten Sinken und im Gleiten, funktioniert die Baba sehr gut. Besonders bemerkenswert ist die Eigenschaft in Microlift, also sehr engen und auch schwachen Thermiken, steigen zu können. Bei windigen Verhältnissen steht die Baba anderen RES-Fliegern in nichts nach, bietet aber weniger Vorteile. Zwar kommt die Baba-Jaga gut gegen den Wind an, aber hier wollten wir, um mehr taktische Möglichkeiten im Wettbewerb zu erhalten das Gleiten, besonders das schnelle Gleiten verbessern.


Baba-Jaga und Baba-Competition

Erste Ideen zur Umsetzung waren, die Verwendung dünnerer Profile aus dem AG3X Strak, so könnte möglicherweise mit AG37 an der Wurzel und AG38 am Außenflügel profiliert werden. Ebenso wurde die Verwendung des AG16-18 Straks diskutiert, allerdings als vollbeplankte Fläche. Beide Entwürfe würden sicher sehr laufstark sein, aber im Hochstart und im geringsten Sinken Nachteile bieten. Das war nicht das, was wir uns vorgestellt hatten. Wir wollten einen Flieger der bei allen Bedingungen funktioniert, ein Allroundmodell, kein Flieger, der ausschließlich bei windigen Bedingungen zu gebrauchen ist.
Deshalb entwickelten wir neue Profile die, die Oberseiten-Philosophie der Null-Bespannungseinfälle der AG3X Serie beibehalten, dagegen aber eine konkave Unterseite besitzen. So entstand der Profilstrak Baba_Comp bestehend aus den Re-Zahlangepassten Profilen Baba_Comp_70k, Baba_Comp_50k und Baba_Comp_30k. Die Zahl im Profilnamen beschreibt die Reynoldszahl, welche bei CA=1 vorliegen sollte.
In Leistungsrechungen überzeugt das neue Profil mit guter Performance. Der AG3x-Strak ist im für RES interessanten CA-Bereich mit bis zu 8% mehr Profilwiderstand deutlich schlechter. So stehen diese, immernoch bauweisenoptimierten, Profile vollverrundeten gut optimierten Profilen in nichts nach.


Typ2-Polaren des neuen Straks im Vergleich zum Ag3x-Strak bei der jeweiligen Auslegungs-RE-Zahl

Da wir in der AKAModell seit der Konstruktion der Baba-Jaga die Möglichkeit erlangt haben, konische CFK-Rohre zu wickeln, wollten wir dem RES-Reglement entsprechend, diese als Leitwerksträger verwenden. So wurde ein neuer Rumpf, auf dem alten basierend, aber mit CFK-Leitwerksträger konstruiert. Um den Heckausleger sowohl leicht als auch steif zu bekommen, werden hier moderne IMS und UMS-Fasern eingesetzt.
Der Rumpf hat nach wie vor die Möglichkeit Ballast zu tragen und er wurde deutlich schlanker, sodass der schädliche Rumpfwiederstand abnimmt. Als weiteres Feature wurde der Rumpf mit einem verstellbaren Hochstarthaken ausgestattet, sodass jeder die für ihn optimale Postition des Hochstarthakens einstellen kann.
Das Leitwerk wurde größtenteils beibehalten, nur in den Dämpfungsteil des Seitenleitwerks wurden drei Erleichterungsfräsungen eingesetzt.

Die Flächengeometrie wurde überarbeitet, während die BABA-JAGA noch ein rechteckiges Mittelteil besitzt, wurde hier nun schon leicht zugespitzt. Durch etwas Schränkung wurde der Außenflügel unterkritisch gestaltet, sodass die Möglichkeit sehr eng zu Kreisen erhalten bleibt. Um die Kontrollierbarkeit im Landeanflug zu erhöhen wurde eine geteilte Bremsklappe eingesetzt. Sie ist durch eine Torsionsanlenkung mit einem mittig im Flügel sitzenden Servo verbunden.

Durch den neu konstruierten Rumpf mit CFK-Heckausleger können sehr geringe Abfluggewichte erreicht werden. So wiegt Jonas Flieger 380g. Rubens Flieger 405g.
Die Flügel mit den neuen Profilen sind aufwändiger zu bauen, insbesondere die dünnen Endfahnen brachten Probleme mit sich. Hier komm nun großzügig ausgespartes 0,8mm Flugzeugsperrholz zum Einsatz. Ansonsten ist die Bauweise der Fläche zu der der Baba-Jaga unverändert.


Baba-Competition im Wettbewerbseinsatz: Jonas fängt seinen Flieger um nachzustarten.

Das Konzept ist aufgegangen. Die geringen Gewichte des neuen Fliegers gepaart mit dem ohnehin schon guten Handling der Baba-Jaga ergeben bei ruhigen Bedingungen sehr gute Flugzeiten. Bei windigen Bedingungen, mit etwas Ballast (ca 500g Abfluggewicht), marschiert der Flieger schon richtig gut gegen den Wind. So ist unser gestecktes Ziel voll aufgegangen.
Erste Erfolge auf Wettbewerben, wie dem 3. Platz von Jonas in Dachau und der Sieg beim MCM von Ruben, untermauern die Leistungsfähigkeit des Modells.

Beim Jahresabschlusswettbewerb 2014 in Coburg konnte Ruben mit seiner Baba-Competition sich den 2. Platz sichern und konnte so den Gesamtsieg der Bayern-Liga 2014 erringen!


Baba-Competition von unten


Update 1/2017

Die letzten 2 Jahre konnten wir mit der BABA sehr erfolgreich fliegen. Zahlreiche Top-Platzierungen auf Wettbewerben unterstreichen den gelungenen Entwurf.
Größere Erfolge:

2015 wurde Ruben 3. auf der Deutschen Meisterschaft.

2016 konnte Claus mit seiner BABA die DM gewinnen! Ruben holte die Bavarian Open und die Deutschlandtour.

Posted by Ruben / Filed under:Flugzeuge aus der Akamodell

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