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fs 25 - Cuervo

Klein aber fein!

Nach der Fertigstellung des Hidalgo konnten die vielen Berechnungen und Konstruktionen mit der Wirklichkeit verglichen werden. So zeigte sich manches, was anders besser gelöst worden wäre. Damit entstand die fs 25 Cuervo.

Aerodynamisch erschien der Rumpf das größte Entwicklungspotential zu bergen. An Hand von Programmen mit der Großrechenanlage UNIVAC 1107 des Instituts für Statik und Dynamik ISD zeigte sich, daß die Flächen in bezug auf Profilwahl, Auftriebsverteilung und Flügelplanform keine großen Variationsmöglicheiten mehr zuließen. Deshalb wurden die fs 25 - Flügel in den auf 15m gestreckten Negativformen der fs 23 gebaut. Eine Gruppe von Akafliegern führte eine Studienarbeit über Widerstandsmessungen an verschiedenen Rumpfformen durch, wobei sich zeigte, daß durch Oberflächenverringerung und Einschnürung nach der maximalen Dicke der Rumpfwiderstand stark gesenkt werden kann.

Der Flächenanschluß des Hidalgo wurde neu überdacht, um eine gewichtsmäßig günstige und raumsparende Möglichkeit zu finden. Problematisch ist dabei die Krafteinleitung in GfK-Strukturen. Beim Hidalgo konnte das Laminat durch Einlaminieren von Birkenfurnier zu einem nietbaren Werkstoff gemacht werden. Für die fs 25 wurde statt des Birkenfurniers weitere Glasgewebelagen verwendet und die Beschläge zusätzlich zum Annieten auch noch verklebt, um Spannungsspitzen zu mildern. Dabei zeigte sich, daß die Verklebung tragfähiger war, als die usprüngliche Nietung.

Der stark eingeschnürte Rumpf erforderte einen sehr dünnen Leitwerksträger. VFW in Speyer stiftete eine konische Aluminiumröhre, die mit einem Stahlrohrgerüst verschraubt wurde, das alle Kräfte von Tragflügel, Rad und Kupplung aufnimmt. Das vordere Rumpfboot ist eine GfK-Balsa-Sandwich-Schale, die über eine Schubwand an das Stahlrohrgerüt und den Leitwerksträger angeschlossen ist.

Nach nur zwei Jahren Bauzeit erhob sich die fs 25 zum ersten mal in die Luft. Helmut Reichmann, mehrmaliger Weltmeister in Standard- und Rennklasse, der die fs 25 auf der deutschen Meisterschaft flog, war begeistert über einerseits die herrvoragende Wendigkeit und Ruderabstimmung und andererseits die geringe Flächenbelastung und hohe Streckung, die eine damals überragende Steigleistung ergab.

Technische Daten

Bau

1966 - 1967

Erstflug

30. Januar 1968

Bauweise

Rumpfboot, Flügel und Leitwerk: GFK-Balsa Sandwich
Leitwerksträger: Alu

Spannweite

15 m

Flügelfläche

8,54 m²

Streckung

26,4

Profil

FX 66-S-196 bei 0,04 b/2
FX 61-184 bei 0,17 b/2
FX 61-168 bei 0,33 b/2
FX 61-147 bei 0,81 b/2
FX 60-126 bei 0,90 b/2

V-Stellung

2,7°

Pfeilwinkel

-3° (t/4)

Zuspitzung

0,315

Querruderfläche

0,307 m²

Höhenleitwerksfläche

0,72 m²

Seitenleitwerksfläche

0,72 m²

Länge

6,48 m

Höhe

0,80 m

Leergewicht

148 kg

max. Fluggewicht

250 kg