F.1 – Fledermaus

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So fing alles an

Die F.1 war das erste selbst konstruierte Segelflugzeug der Akaflieg Stuttgart mit einer eigenen Auslegung und neuen Konzepten. Die Form der F.1 wurde im Windkanal optimiert.

Ausschnitte aus dem damaligen Jahresbericht:

Die Steuerung um die Hochachse erfolgte durch Endscheiben, dadurch brauchte der Rumpf keine Torsionsbelastungen aufzunehmen. Die Rumpfachse ist keine Gerade, sondern um die Abwindachse gekrümmt. Um Beschädigungen auszuschließen und eine kurze Startstrecke zu erreichen, ist die Unterkante unter dem Rumpf hinter der Kufe hochgezogen, so daß der Schwanz den Boden nicht zu berühren braucht. Der Führersitz ist vollkommen geschlossen, um jedoch im Notfall schnell aussteigen zu können, ist das ganze Rumpfvorderteil abwerfbar ausgebildet. Zur Vereinfachung des Steuerungsgestänges und zur Verringerung des Rumpfquerschnitts wurde der Steuerknüppel hängend ausgebildet. Auch die differenzierte Querrudersteuerung ist vollkommen verdeckt ausgebildet. Zum Landen können beide Endscheiben gleichzeitig ausgetreten werden.

Als die F.1 zu ihrem ersten Rhönwettbewerb 1933 antreten sollte, verlangte die Technische Komission die Montage einer Seitenflosse. In alten Tagebüchern wird die TeKo mit den Worten: „Der Umstand, dass das Flugzeug schon 300 km geflogen ist, beweist nicht, daß es auch fliegen kann!“ zitiert. Schließlich wurde über Nacht eine Seitenflosse gebaut. Mit der F.1 konnten auf der Wasserkuppe einige Preise gewonnen werden.

Technische Daten

Bau 1932
Erstflug Juli 1933
Bauweise Holz
Spannweite 16,6 m
Flügelfläche 15,4 m²
Profil Gö 535 / Gö 527
Bruchlastvielfaches 8,8 g