Semesterprogramm
Wolfgang Amadeus Mozart in Salzburg
Das Mozart-Programm im Wintersemester gibt einen Überblick über das Schaffen des fünfzehn- bis vierundzwanzigjährigen Mozart. Alle Werke wurden für den Salzburger Hof geschrieben.
Das "Regina coeli" KV 108 ist eine der drei Vertonungen des Marienhymnus, die in Mozarts Salzburger Zeit entstanden. Die zur Aufführung kommende KV 108 ist die Version mit der größten Orchesterbesetzung und einem höchst virtuosen Solosopran. In vier kontrastierenden Sätzen werden alle Register im Zusammenspiel von Chor und Solostimme gezogen. Das Stück gipfelt in einem "Alleluja" mit funkelnden Koloraturen der Sopranistin.
Die Missa solemnis KV 337 ist die letzte in Salzburg entstandene Messe und Mozarts überhaupt letzte vollständige Messvertonung. Ein sanftes, wiegendes "Kyrie "wird gefolgt von einem orchestral wie chorisch sehr anspruchsvollen "Gloria" mit jubelnden Eskapaden des Solosoprans. Das ausgedehnte "Credo" hat eine dreiteilige Form, in der Mitte beim "Et incarnatus est" mit einem langsamen Mittelteil wie bei der kurz zuvor entstandenen "Krönungsmesse". Das "Sanctus" stellt mit seinen extremen Sprüngen nahezu solistische Ansprüche an den Chorsopran. Völlig ungewohnt ist die bedeutende, höchst expressive Chorfuge des Benedictus, die zum Schluss wie üblich das "Hosanna" des "Sanctus" zitiert.
Das "Agnus Dei" ist der kompositorische Höhepunkt des Werkes. Deutlich sind schon Anklänge an die Gräfinnen-Arie im "Figaro" zu vernehmen, wenn der Solosopran den Satz eröffnet. Das volle Orchester, so instrumentiert, wie es Mozart kurz zuvor in Mannheim kennengelernt hatte, begleitet das jubelnde "Dona nobis pacem" des Chores. Mit einem leise ausklingenden Schluss des Soloquartetts endet das Programm "Mozart in Salzburg".